Korrekte Musik

26.01.2015, Autor: Michael Gerharz

Man kann ein Musikstück vollständig und korrekt spielen und trotzdem ist es nicht gut.

Jede Note und jede Pause hat exakt die korrekte Länge und trotzdem ist es nicht gut. Gerade deswegen ist es nicht gut.

Denn die Noten sind nur die Daten. Computer können so spielen. Schüler versuchen es. Bis sie erkennen, dass Musik mehr ist als Daten.

Musik entsteht, wenn der Musiker die Noten interpretiert. Wenn er eintaucht in die Daten. Wenn er sie versteht und auf seine Weise verbindet, mal ein wenig laid back oder mit einem subtilen Crescendo oder mit einem kräftigen Accelerando.

Musik entsteht, wenn der Musiker mich mitnimmt auf eine Reise, die mich bewegt und berührt.

Musik ist mehr als Daten.

Ihre Präsentation ist es auch. Wo gehören in Ihren Daten die Crescendi hin, wo die Accelerandi? Wohin führt uns Ihre Reise?


Tags:Interpretation Leidenschaft Musik


Plädoyer für mehr Unernsthaftigkeit – CreativeMornings mit Prof. Bruysten

21.01.2015, Autor: Anne Pustina

Über das Spiel kann man Mechanismen freisetzen, die atemberaubend sind.

„Gamer sind pickelige Jungs, 13 bis 23 und blass, weil sie immer nur im Keller sind.“ Ein Vorurteil, dem Prof. Tim Bruysten häufig begegnet. Das aber kaum weiter an der Realität vorbei schießen könnte. Games sind mittlerweile ein gesellschaftsweites Phänomen. Und eine der größten Unterhaltungssparten. Doch Spiele können viel mehr als unterhalten. Sie sind die Stellschraube, die uns dabei helfen könnte, viel produktiver und schlauer zu werden, sagt Prof. Bruysten. Warum das so ist, hat er uns bei unserem CreativeMorning am 12. Dezember in DEINspeisesalon zum Thema Education in seinem “Plädoyer für mehr Unernsthaftigkeit” erklärt.

Prof. Bruysten lehrt Gamedesign an der Mediadesign Hochschule in Düsseldorf und ist Inhaber der Beratungsagentur richtwert. Seinen Fachbereich, den er als zugleich zutiefst künstlerisches und technisches Feld beschreibt, gibt es zwar schon seit 10 Jahren, so richtig angekommen sind die Games im „echten Leben“ aber noch nicht.

Denn auch wenn Games in der Freizeit beliebt und verbreitet sind, in unserem Alltag, sprich im Job oder in der Schule, sind sie leider nach wie vor ein Mauerblümchen. „Ich frage das Publikum in meinen Vorträgen oft, was das Gegenteil von Spiel ist. Ein Zuhörer sagte mal, Erwachsen werden. Das fand ich traurig,“ erzählt Prof. Bruysten.

Dabei steckt im Spielen ein riesiges kreatives Potential, das nur darauf wartet, sich in unseren Büros oder Klassenräumen zu entfalten. Zum Beispiel sind wir im Spiel oft über Stunden hoch konzentriert. Wir haben auch einen stärkeren Teamgeist und wollen gemeinsam das beste Ergebnis erreichen. „Im Job wären wir nicht bereit, eine Aufgabe an einen Kollegen abzugeben, auch wenn wir wissen, dass er sie eigentlich besser erledigen kann. Beim Fußball hingegen ist es ganz normal, den Ball an einen Mitspieler abzugeben, damit der dann das Tor schießt,“ erklärt Tim. Wir halten uns außerdem an die Spielregeln (sonst dürfen wir nicht mehr mitspielen) und wollen uns stetig verbessern. Hört sich so ziemlich nach dem Traum jedes Managers an.

Spielen macht tatsächlich klug.

Einige Unternehmen haben das auch erkannt und setzen es schon um. SAP zum Beispiel hat mit einer Onlinegamingplattform den Umsatz seiner Vertriebler um 20% erhöhen können. Und ein italienisches Forscherteam hat es geschafft, mit Hilfe eines Games in wenigen Tagen ein biologisches Rätsel zu knacken, an dem sie zuvor seit Jahren vergeblich mit herkömmlichen Methoden tüftelten.

Wir leben in einer Welt, die sich zunehmend digitalisiert. Unser Weg hin zu einer digitalisierten Gesellschaft ist aus Tims Perspektive sogar „der umfassendste soziokulturelle Wandel, den eine Gesellschaft jemals in der Geschichte der Menschheit erlebt hat.“ Wir brauchen Werkzeuge, um damit umzugehen, sagt er, damit wir als Menschen das alles überhaupt noch verstehen. Die Gamification sei dabei eine ideale Methode, eine menschliche Komponente in diesen Wandel einzubauen, ohne die Technologie zu verlangsamen.

CreativeMornings sind inspirierende Frühstücksveranstaltungen, die wir mit einem Team aus kreativen Kölnern einmal im Monat organisieren. Haben Sie Lust, beim nächsten Vortrag am Freitag, 23.1. persönlich dabei zu sein, wenn Andreas Donat und Guiseppe Gennaro in den MMCStudios einen Blick hinter die Kulissen des TV geben. Dann registrieren Sie sich kostenlos. Hier geht’s entlang zur Anmeldung.


Tags:CreativeMornings Kreativität Spiel Tim Bruysten


PowerPoint ist das Letzte

19.01.2015, Autor: Michael Gerharz

… an das ich denke, wenn ich wenig Zeit habe, einen Vortrag vorzubereiten.

Statt schnell noch ein paar Folien zusammenzuschustern, zählt jetzt, mir so klar wie möglich darüber zu werden, was meine Zuhörer verstehen müssen. Wo drückt der Schuh? Wie lautet der Küchenzuruf? Welche Aspekte sind besonders wichtig? Wie wird der rote Faden spannend?

Ganz sicher verschwende ich meine Zeit nicht damit, Folien zu basteln, bevor ich weiß, was ich eigentlich sagen will und wie (und ob ich dann überhaupt Folien dafür brauche).

Investieren Sie Ihre Zeit sinnvoll. Lieber in eine durchdachte Story als in Folien ohne Story.


Tags:Küchenzuruf PowerPoint Vorbereitung


Neu: Magazin „Nur mal kurz die Welt retten“

12.01.2015, Autor: Michael Gerharz

Jetzt erhältlich: Magazin 2015.01 „Nur mal kurz die Welt retten“

Wir freuen uns sehr, Ihnen heute unser erstes Überzeugend-Präsentieren-Magazin vorstellen zu dürfen: „Nur mal kurz die Welt retten – Warum Helden Ihr Publikum fesseln“

Geschichten um Helden faszinieren uns. Wir verschlingen sie in Büchern, in Comics, im Kino, manchmal sogar im Lokalteil unserer Zeitung. Aber was ist es genau, das uns an Helden so fasziniert? Was macht einen Helden aus? Gibt es sie auch im echten Leben? Und warum können wir einfach nicht anders, als mit ihnen mitzufühlen, mitzufiebern und in Gedanken mitzukämpfen?

Helden lassen niemanden kalt. Und deshalb kann eine Heldengeschichte auch Ihr Publikum mitreißen. Wie das genau funktioniert? Das wollen wir Ihnen in unserem brandneuen Magazin erklären. Das reich bebilderte Magazin ist vollständig farbig gedruckt, auf hochwertigem Papier, das schon beim Durchblättern Spaß macht. An vielen Beispielen erklären wir Ihnen, wie Sie Heldengeschichten finden und einsetzen.

Bestellen Sie es am besten noch heute zum Preis von 12,90 € im Online-Shop. Oder bestellen Sie gleich mehrere Exemplare für Ihre Kollegen zum Paketpreis.


Tags:Geschichten Helden In eigener Sache Magazin


In Deinem Kopf bist Du nicht allein!

05.01.2015, Autor: Anne Pustina

Was uns Menschen grundlegend von (den meisten) Tieren unterscheidet, ist unsere Fähigkeit Empathie zu empfinden. Sie bringt uns dazu, mitzufühlen, zu helfen, zusammenzuhalten, Anteilnahme zu spüren.

Schuld ist wie immer unser Gehirn. Genauer gesagt: die Spiegelneuronen in unserem Gehirn. Sie sorgen dafür, dass die Empfindungen anderer auch in uns abgebildet werden. Und das ist sehr wichtig für unsere Entwicklung. Denn schon als Babys lernen wir dank der Spiegelneuronen von unseren Eltern, indem wir sie beobachten und nachahmen.

Das ist ein bisschen so, als wäre auf einmal noch jemand anderes in unserem Gehirn. Hört sich gruselig an, ist aber wissenschaftlich belegt. Der Gehirnforscher Christian Keysers drückt es so aus: „Ich versuche hier, diese Wasserflasche zu öffnen, sie klemmt ein bisschen, und jetzt endlich gelingt es mir. In diesem Moment könnte ich im Belohnungsareal Ihres Gehirns das Erfolgserlebnis mitmessen - Sie freuen sich mit mir, ob Sie wollen oder nicht. Sie empfinden mein Gefühl, fast als ob es das Ihre wäre. Das Spiegeln scheint ein sehr grundlegendes Prinzip zu sein. Unser Gehirn ist bei weitem nicht so privat, wie wir dachten. Es erlebt die Zustände anderer Menschen mit. So werden Sie ein Teil von mir, ich werde ein Teil von Ihnen.“

Und das funktioniert nicht nur im echten Leben, sondern auch beim Geschichten erzählen. Empathie lässt uns mit den Helden eines spannenden Films oder eines packenden Romans mitfiebern. Wir identifizieren uns mit ihm oder ihr. Wir spüren, was sie spüren.

Und was heißt das für Ihre Präsentation? Eine einmalige Chance! Die Gehirne Ihrer Zuhörer sind ja praktisch darauf programmiert, mit Ihrem Vortrag mitzufiebern. Sie wären ja schön blöd, wenn Sie diese Chance nicht nutzen würden.

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Tags:Empathie Helden Psychologie Spannung


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