Klimawandel

05.03.2015, Autor: Michael Gerharz

Was sind die nervigsten Kommunikationskiller in Ihrem Job? Dass die Menschen Mails lesen statt zuzuhören? Dass sie zu spät zu den Meetings kommen? Dass Sie nicht auf den Punkt kommen?

All diese Dinge können wir ändern. Vielleicht nicht von heute auf morgen, aber stetig und mit Geduld.

Was wäre, wenn Sie ein Klima schaffen, in dem die Zeit besser in Zuhören und Mitdenken als in Abschalten und E-Mails-bearbeiten investiert ist. Dann nämlich würden die Mitarbeiter über kurz oder lang zuhören und mitdenken. Wenn Sie in Meetings eine Atmosphäre schaffen, in der diejenigen, die etwas zu sagen haben und die es so sagen, dass wir es verstehen, mehr erreichen als andere, dann zieht das Menschen an, die etwas zu sagen haben.

Aber wenn Sie selbst prahlen, dass Sie kaum Zeit hatten, sich vorzubereiten und mal eben schnell ein paar Folien zusammengesucht haben, machen es Ihnen andere nach.

Die Werte, die wir selbst leben und unterstützen, formen das Klima, in dem wir leben.

Welche Werte liegen Ihnen am Herzen? Wie können Sie das Klima schaffen, in dem diese Werte dominieren? Was können Sie ändern, damit es vorteilhaft ist, klar zu kommunizieren, pünktlich zu kommen oder ehrlich zu sein?

Das, was wir zulassen, breitet sich aus und das, was wir fördern, entwickelt sich. Durch unser Handeln bestimmen wir, was sich lohnt. Insofern ist es eine bewusste Entscheidung, ob sich schlampige Vorbereitung oder klare Kommunikation lohnt.

Bernadette Jiwa schreibt dazu in ihrem Blog The Story of Telling:

Our beliefs and behaviours define our cultures. What we value becomes more valued. What is reinforced drives everything we do, how we show up and who becomes our customer. Above all else this is what shapes our story and no marketing whitewash can stop that being reflected to the outside world.

You get to choose the culture you want to create. You create it by demonstrating that above all else—THIS is what we care about. What do you care about and does it show?


Tags:Klima Mut Veränderung


Wenn das Meeting mal wieder langweilig ist

27.02.2015, Autor: Michael Gerharz

Klar können Sie Mails bearbeiten, wenn das Meeting mal wieder langweilig ist. Aber wie wäre es, statt der Symptome die Ursachen zu bekämpfen? Statt nach Möglichkeiten zu suchen, um die langweilige Zeit im Meeting anderweitig zu nutzen, lieber daran zu arbeiten, dass es gar nicht erst dazu kommt?

Versuchen Sie doch mal eine oder mehrere dieser Ideen:

  • Verkürzen Sie die Meetingzeit auf ein Drittel und halten Sie sich daran. Das ist leicht, wenn jeder die langweiligen zwei Drittel weglässt.
  • Stimmen Sie nach 5 Minuten Vortragszeit ab mit der Frage „Wollen Sie mehr erfahren?“. Nur wenn die Mehrheit mit „Ja“ antwortet, geht es weiter. Sie werden erstaunt sein, wie viel Relevantes man in 5 Minuten sagen kann.
  • Nutzen Sie das Saari-Prinzip: Jeder darf jederzeit „Wen kümmert das?“ fragen. Wenn der Vortragende oder der Meetingleiter darauf keine Antwort hat, ist der Vortrag beendet.
  • Verzichten Sie, wie Amazon, auf Vorträge zugunsten einer Study Hall. Statt Vorträgen bereiten die Mitarbeiter Memos vor. Zu Beginn jedes Meetings sind 30 Minuten exklusiv reserviert, um diese Memos zu lesen.
  • Bewerten Sie öffentlich das Meeting sowie den Organisator, z.B. am schwarzen Brett oder im Intranet. So erkennen Sie schnell, wer Meetings so organisiert und führt, dass Sie etwas bringen. Lernen Sie davon.

Resignieren Sie nicht vor langweiligen Meetings, sondern ändern Sie etwas. Und fangen Sie bei sich an.


Tags:Meetings Wesentliches


Fortsetzung folgt

26.02.2015, Autor: Michael Gerharz

Sie hassen es und Sie lieben es, wenn der Drehbuchautor Sie wieder zappeln lässt. Im Moment größter Spannung heißt es: Fortsetzung folgt. Bitte kommen Sie nächste Woche wieder.

Gibt es einen Punkt in Ihrer Präsentation, an dem Sie stoppen könnten und die Zuhörer würden auf die Barrikaden gehen, weil Sie unbedingt wissen wollen, wie es weitergeht? Einen Punkt, an dem das Publikum garantiert wiederkommen würde, um die Fortsetzung zu hören?

»Würde es wiederkommen« ist ein höheres Ziel als »Bleibt es sitzen und hält bis zum Ende durch«. Wer einmal sitzt, den muss man schon arg quälen, bevor er aufsteht und geht. Aber Wiederkommen ist etwas anderes. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand, der sich lohnen muss.

Würde Ihr Publikum wiederkommen?


Tags:Spannung Struktur


Mittendrin

23.02.2015, Autor: Michael Gerharz

Als Konrad Lang zurückkam, stand alles in Flammen, außer dem Holz im Kamin.

Martin Suters Roman »Small World« beginnt mittendrin. Nicht drei Jahre vorher. Auch nicht mit einer Vorstellung Konrad Langs. Nein, mittendrin, wenn die Handlung schon in vollem Gang ist.

Suter weiß: Wenn er den Leser erst einmal in seinen Roman gesogen hat, bleibt noch genug Gelegenheit, seine Hauptperson vorzustellen - nachdem er die Aufmerksamkeit des Lesers gewonnen hat, der dann erfahren will, wer dieser Konrad Lang eigentlich ist.

Suter weiß auch: Wenn der Leser nach ein paar Seiten, manchmal gar nach ein paar Absätzen, nicht gefesselt ist, wird er das Buch zur Seite legen.

Nehmen Sie Ihr Lieblingsbuch aus dem Regal. Wo beginnt es? Mittendrin. Ihr Lieblingsfilm? Mittendrin. Die letzte Präsentation, die Sie gesehen haben? Mit dem Vorlesen des Inhaltsverzeichnisses (der Gliederung), danach bei Adam und Eva. Das mag logisch sein, spannend ist es nicht.

Orientieren Sie sich lieber an guten Büchern und fragen sich, womit Sie das Publikum gleich zu Beginn fesseln können. Steigen Sie in medias res ein, nicht drei Jahre vorher. So früh wie nötig, aber so spät wie möglich. Ist es gar sinnvoll, das Ergebnis vorwegzunehmen, weil Sie wissen, dass das Publikum dann erfahren will, wie Sie darauf gekommen sind?

Opfern Sie der Logik nicht die Spannung. Wenn das Publikum erst gefesselt ist, dann will es mehr wissen. Gute Präsentationen sind von Beginn an interessant.

Hausaufgabe: Nehmen Sie sechs Romane, die Ihnen gefallen haben. Lesen Sie die ersten beiden Seiten. Überarbeiten Sie Ihren Einstieg.


Tags:Einstieg Empathie Spannung Vorbereitung


Trockene Themen

20.02.2015, Autor: Michael Gerharz

Jura z.B. sei ja ein trockenes Thema. Was soll an Gesetzen spannend sein?

Alles. Denn Gesetze gibt es nur, weil es Konflikte zwischen Menschen mit entgegengesetzten Zielen und Motiven gibt. Das aber sind die Zutaten für eine spannende Geschichte: Konflikte zwischen Menschen (meistens) mit entgegengesetzte Zielen und Motiven.

Die Frage ist also nicht, ob Jura ein trockenes Thema ist (ist es nicht), sondern warum es so trocken erzählt wird.

Nicht das Thema ist trocken, sondern die Paragrafen. Ob ich betroffen bin und welche Konsequenzen das hätte, kann ich als juristischer Laie meist nicht auf Anhieb erkennen. Erst recht nicht, wenn ein Paragraf den nächsten jagt und eine Vorschrift die nächste. Kein Bezug, keine Spannung.

Aber sobald es konkret wird, z.B. durch einen konkreten Fall, wird es spannend. Denn plötzlich geht es um Menschen, in die ich mich hineindenken kann. Deren Situation ich mit meiner vergleichen kann. Deren Konflikt verzwickt und nicht einfach zu lösen ist. Deren Fall ich weitererzählen möchte (“Wusstest du schon, dass …”).

Kein Thema, das etwas mit Menschen zu tun hat, ist trocken. Also auch nicht Ihres.


Tags:Jura Spannung trocken


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