Wie man passende Farben findet


Schwarz-Gelb aus dem obigen Bild ist z.B. eine ungeheue kraftvolle Farbkombination mit einem starken Kontrast. Sie eignet sich hervorragend, um Ihren Ideen „Leuchtkraft“ zu geben, etwa so:



Natürlich eignen sich solch kraftvolle
Farben nicht für jeden Vortrag. Für einen eher melancholisch
angehauchten Naturvortrag wie den folgenden sind diese starken
Kontraste sicher ungeeignet. Aber selbstverständlich würden Sie für
dieses Thema auch keine Glühbirne als Bild auswählen, sondern
vielleicht den nebenstehenden Steg. Hieraus ergeben sich dezente
Farben in Pastelltönen, die viel besser zu dem Thema passen. Das
Bild liefert eine sinnvolle Farbwahl mit weichen Blautönen und
einem schön harmonierenden Braunton. Ergänzt mit einer passenden
Schrift (Fresco Semi Bold), ergibt sich ein harmonisches
Gesamtbild.



Wer viel Wert auf eine seriöse Wirkung
legt, der wird häufig bei einem sog. monochromatischen Farbschema
fündig, also einem Farbschema, das nur aus einem Farbton in
unterschiedlichen Abstufungen besteht, so wie in dem Sepia-Bild
rechts. Die Farben liefern einen sehr dezenten Charakter, der alles
Schrille vermeidet und der symbolisiert, dass der Vortragende ein
möglicherweise sensibles Thema mit dem gebührenden Respekt
behandelt. Die Farben stellen sich hier nicht in den Vordergrund,
sondern treten deutlich hinter dem Inhalt zurück.


Wie die Beispiele zeigen, können
sinnvolle Farbschemata ganz unterschiedlich ausgeprägt sein:
kontrastreich oder kontrastarm, schillernd oder dezent, bunt oder
weniger bunt, umfangreich oder minimalistisch. Was für das eine
Thema funktioniert, würde bei einem anderen Thema völlig falsche
Assoziationen erzeugen. Mit ein wenig Übung lassen sich aus den
richtigen Bildern aber sinnvolle Farbschemata für den eigenen
Vortrag erzeugen.
Die Werkzeuge dafür liefern einige Präsenationsprogramme bereits
mit, etwa Apple Keynote oder OpenOffice Impress. Für PowerPoint
gibt es einige (meist kostenlose) Plugins, die diese Funktionalität
nachliefern, z.B. ColorCop
oder Pixie (die ich aber
beide nicht getestet habe).

















