Vorher-Nachher: Zitate

Diese Darstellung verspielt aber viel
von der möglichen Wirkung des Zitats. Das Zitat muss sich visuell
hinten anstellen und buhlt um die Aufmerksamkeit mit den
Aufzählungspunkten, die im Grunde nichts wesentliches hinzufügen.
Im Gegenteil: Anstatt das Zitat als wirksame Zusammenfassung stehen
zu lassen, die den Folieninhalt prägnant auf den Punkt bringt, wird
die Wirkung verwässert, weil zu viele Informationen
gleichberechtigt nebeneinander stehen. Am Ende bleibt so
möglicherweise gar nichts hängen.
Ganz anders sieht es aus, wenn das Zitat selbständig wirken kann
und die restlichen (ohnehin redundanten) Informationen dem
mündlichen Vortrag überlassen werden. So kann man in aller Ruhe die
Bedeutung der These erläutern, während gleichzeitig eine
einprägsame Darstellung des Zitats das Abspeichern der Aussage
fördert, etwa so:

Um zu dieser Darstellung zu gelangen,
sind nur wenige Schritte nötig. Zunächst habe ich ein passendes
Foto des Zitat-Urhebers gesucht. In diesem Fall war das der
Jazz-Musiker
Thomas Siffling während eines Live-Konzerts. Natürlich sollten
Sie dabei um Erlaubnis fragen oder die Foto-Lizenz prüfen.


Zusammenfassend habe ich die Wirkung des Zitats also verbessert, indem ich es einem passenden emotionalen Foto zugeordnet habe und Farbwahl sowie Ausrichtung an die visuelle Sprache des Fotos angepasst habe. Diese Folie ist erheblich einprägsamer als die Ursprungsfolie, die vermutlich im Einheitsbrei der übrigen Folien einer herkömmlichen Präsentation untergegangen wäre. Die neue Folie komplementiert den mündlichen Text erheblich besser, da sie für sich steht und Platz für die Konzentration auf den Vortrag lässt. Versuchen Sie doch auch einmal etwas ähnliches bei dem nächsten Zitat, das Sie auf eine Folie schreiben.
Weitere Vorher-Nachher-Vergleiche
Vorher-Nachher: One Minute Madness
Vorher-Nachher: Mitarbeitermotivation
Vorher-Nachher: Emotionen
Sämtliche Vorher-Nachher-Vergleiche














