Schwerpunkt Vorher-Nachher: Mut zur Beschränkung
03.02.2010 20:54 Abgelegt in:
Botschaft
In dieser dreiteilligen
Artikelserie gebe ich Tipps, Ihre bestehende Präsentation so zu
verbessern, dass Ihr Publikum Ihre Botschaft versteht, Ihnen
aufmerksam zuhört und sich die Kernaussage auch merkt.
Wenn Sie präsentieren, dann tun Sie das, damit Ihre Zuhörer Ihre
Ideen besser verstehen, damit sie also nach der Präsentation
schlauer sind als vorher. Wenn Sie diesen Artikel lesen, dann sind
Sie vielleicht der Meinung, dass Ihnen das noch nicht optimal
gelingt. Damit sich das ändert, stelle ich Ihnen einfach einmal ein
paar Fragen:
Was genau sollen Ihre Zuhörer eigentlich nach Ihrer Präsentation besser verstanden haben?
Ich meine nicht, was sie alles im Einzelnen erfahren werden,
sondern die ein oder zwei Kernaussagen, an die sie sich auch nach
einer Woche noch erinnern sollen. Ich meine so etwas wie "Mit einem
verstärkten Engagement in Social Media erreichen wir wichtige
Multiplikatoren noch gezielter" anstatt all der Statistiken, die
das belegen; oder "Mit dem ABC-Verfahren können wir den
Stromverbrauch für unsere Maschinen um die Hälfte reduzieren"
anstatt all den komplexen technischen Details des Verfahrens; oder
"Die einhellige Meinung der Experten zu diesem Thema lautet: Lassen
Sie die Finger davon" anstatt sämtlicher Zitate im Wortlaut.
Was also ist Ihre Kernbotschaft?
Wenn Sie das auf den Punkt bringen können, dann hat Ihre Präsentation damit im Grunde genau eine Aufgabe: Ihre Zuhörer von dieser Kernbotschaft zu überzeugen. Alles was Sie in Ihrer Präsentation sagen, dient im Idealfall dazu, Ihren Zuhörern den Zugang zu dieser Kernbotschaft zu erleichtern. Daraus ergibt sich unmittelbar die nächste Frage:
Welche Informationen benötigen Ihre Zuhörer, um die Kernbotschaft zu verstehen?
Ganz im Ernst: welche Informationen helfen Ihren Zuhörern wirklich,
Ihre Schlussfolgerungen zu verstehen – und was ist
möglicherweise nur schmückendes, gar überflüssiges, Beiwerk. Die
Frage lautet ganz bewusst nicht: Was gibt es alles zu Ihrem Thema
zu wissen? Das mag vielleicht für Sie als Experte interessant sein,
vielleicht auch für Ihre Zuhörer, nachdem Sie von Ihrer
Idee überzeugt sind. Aber Ihr Vortrag ist höchstwahrscheinlich
nicht der Ort, Ihre Zuhörer mit Informationen zu überfluten,
sondern ganz bewusst auszuwählen, was Ihrer Botschaft wirklich
nützt. Also, jetzt mal ehrlich:
Welche Informationen benötigen Ihre Zuhörer wirklich, um die Kernbotschaft zu verstehen?
Gut, Sie haben sich also durchgerungen, alles Überflüssige über
Bord zu werfen, auch wenn es schwer gefallen ist. Eine Frage aber
hätte ich noch:
Was sind die (bis zu) drei wichtigsten Argumente, die zu Ihrer Kernaussage führen?
Selbst wenn Sie sich radikal beschränken, werden Sie immer noch eine Menge Wichtiges zu sagen und das sollten Sie strukturieren. Sicher nicht die einzige Möglichkeit, aber eine sehr übersichtliche und verständliche ist es, Ihre Inhalte in bis zu drei größeren Argumenten zusammen zu fassen. Damit können Sie eine einfache und nachvollziehbare Argumentationskette aufbauen, haben aber gleichzeitig genügend Spielraum für Spannungsbögen (um die es in der nächsten Woche geht).
Und wie kommen Sie nun von Ihrer bestehenden Präsentation dahin? Im Grunde reichen diese drei Schritten:
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Was genau sollen Ihre Zuhörer eigentlich nach Ihrer Präsentation besser verstanden haben?


Wenn Sie das auf den Punkt bringen können, dann hat Ihre Präsentation damit im Grunde genau eine Aufgabe: Ihre Zuhörer von dieser Kernbotschaft zu überzeugen. Alles was Sie in Ihrer Präsentation sagen, dient im Idealfall dazu, Ihren Zuhörern den Zugang zu dieser Kernbotschaft zu erleichtern. Daraus ergibt sich unmittelbar die nächste Frage:
Welche Informationen benötigen Ihre Zuhörer, um die Kernbotschaft zu verstehen?

Welche Informationen benötigen Ihre Zuhörer wirklich, um die Kernbotschaft zu verstehen?
Was sind die (bis zu) drei wichtigsten Argumente, die zu Ihrer Kernaussage führen?
Selbst wenn Sie sich radikal beschränken, werden Sie immer noch eine Menge Wichtiges zu sagen und das sollten Sie strukturieren. Sicher nicht die einzige Möglichkeit, aber eine sehr übersichtliche und verständliche ist es, Ihre Inhalte in bis zu drei größeren Argumenten zusammen zu fassen. Damit können Sie eine einfache und nachvollziehbare Argumentationskette aufbauen, haben aber gleichzeitig genügend Spielraum für Spannungsbögen (um die es in der nächsten Woche geht).
Und wie kommen Sie nun von Ihrer bestehenden Präsentation dahin? Im Grunde reichen diese drei Schritten:
- Löschen Sie alle Folien, die Ihre Zuhörer nicht unbedingt brauchen.
- Löschen Sie nun alle Folieninhalte, die Ihre Zuhörer nicht unbedingt brauchen.
- Gruppieren Sie die restlichen Informationen zu drei wesentlichen Argumenten.
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