Bobby McFerrin und die perfekte Visualisierung
Ein fantastisches Beispiel für solch eine gelungene Visualisierung können Sie in diesem Auftritt des Sängers Bobby McFerrin bestaunen. Das besondere: er benutzt (natürlich) nicht PowerPoint, sondern seinen Körper zur Visualisierung:
Bobby McFerrin ist ein unglaublicher
Sänger. Bekannt dürfte er vielen durch seinen Hit Don’t
Worry, Be Happy sein. Wer ihn einmal live erlebt hat, der kommt
nicht mehr aus seinem Bann. Ganz alleine steht er auf der Bühne und
füllt nur mit seiner Stimme den ganzen Saal. Weitgehend
improvisiert bindet er immer wieder das Publikum in seine Songs
sein. Ein virtuoser Sänger und Improvisator.
In dem Video vom diesjährigen World Science Festival
demonstriert McFerrin, wie das Publikum intuitiv die pentatonische Tonleiter
singen kann und leitet es zu einer Melodie an, über die McFerrin
anschließend improvisiert. All das tut er ohne ein einziges Wort
der Erklärung, ohne auch nur einmal von Noten oder Tönen zu
sprechen.
Stattdessen singt er mit dem Publikum den ersten Ton und springt
dabei ein paar Mal auf und ab. Anschließend springt er nach rechts
und singt an dieser Stelle den zweiten, tieferen Ton mit dem
Publikum. Nachdem er ein paar Mal hin- und hergesprungen ist, hat
das Publikum dieses Positionsmuster verinnerlicht und folgt ihm
weiter, spontan zu neuen Tönen und ganzen Melodien. Einzig seine
Position auf der Bühne leitet das Publikum an, die richtigen Töne
zu singen.
Dieses Ziel sollten Sie auch mit Ihren Visualisierungen anstreben:
sie so klar zu machen, dass Ihr Publikum Ihren Gedanken spontan
folgen kann. Ihre Diagramme sollten Ihre Ideen einfacher zu
verstehen machen, nicht komplizierter.


Links zu dem Artikel
Homepage von Bobby McFerrin
Die gesamte Gesprächsrunde
Notes & Neurons vom World Science Festival, aus dem Bobby
McFerrins Auftritt stammt
Ein weiteres
Improvisationsvideo mit Bobby McFerrin, in dem er zusätzlich
die Lautstärke variiert, genau so einleuchtend
Der Draht zum Publikum
Animationen
sinnvoll einsetzen














