Jan 2010
2 Jahre "Überzeugend Präsentieren"
25.01.2010 11:04

Wie auch im letzten Jahr möchte ich mich bei Ihnen mit einer Verlosung bedanken. Ein einstündiges Telefoncoaching sowie 10 Gutscheine für iStockphoto-Lizenzen im Wert von 10 Credits verlose ich unter allen Lesern, die bis zum 31.1.2010 eine Geburtstagsgratulation hinterlassen, entweder in den Kommentaren oder im eigenen Blog (und mir einen Link per Mail schicken).
Ich wünsche Ihnen auch im nächsten Jahr viel Erfolg beim Umsetzen der Tipps – die beliebtesten Tipps des vergangenen Jahres habe ich unten in drei Kategorien zusammengestellt. Natürlich freue ich mich auch im kommenden Jahr, wenn Sie mit mir Kontakt aufnehmen. Schreiben Sie mir einfach eine Mail oder treffen Sie mich auf Twitter.
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Empfehlung: Presentation Zen Design
18.01.2010 11:19 Abgelegt in:
Design
Als Garr Reynolds vor gut vier Jahren seinen Blog Presentation
Zen startete, trat er damit eine regelrechte Lawine los. In
einer Zeit, in der man PowerPoint-Schlachten mit Textwüsten und
gelangweilten Vortragenden einfach langsam satt hatte, schrieb er
über einen grundsätzlich anderen Zugang zum Präsentieren,
inspiriert durch seine Begegnung mit dem japanischen Zen: Weniger
statt Mehr, Natürlichkeit statt Blendwerk. Auch dieser Blog wäre
wahrscheinlich ohne die Inspiration durch Reynolds nicht
entstanden.
Sein erstes Buch "Presentation Zen" bildet mittlerweile, im Duett mit Nancy Duartes slide:ology, das Standardwerk für PowerPoint-Präsentationen (im Bereich Rhetorik und Körpersprache sind sicher andere zu nennen, z.B. Nick Morgan). Reynolds bemühte sich damals vor allem darum, das Bewusstsein für seine Art der Präsentation zu wecken, die mit eingefahrenen Strukturen bricht, indem sie auf überflüssigen Schnick-Schnack verzichtet und stattdessen mit glasklarer Kommunikation und schlichtem Design überzeugt. Viele Leser haben jedoch konkretere Anleitungen vermisst, mit denen Sie selbst solche Präsenationen erstellen können. Das holt Reynolds mit seinem zweiten Buch Presentation Zen Design jetzt nach – und wie!
Hatte ich damals Presenation Zen schon bedingungslos empfohlen, so gilt das nun umso mehr für dieses zweite Buch. Mit unzähligen Vorher-Nachher-Beispielen erklärt Reynolds grundlegendes Designerwissen zum sinnvollen Umgang mit Schriften, Farben, Bildern und Diagrammen. Dabei verliert er sich nicht in theoretischen Tiefen, sondern bleibt immer pragmatisch mit ganz konkreten Tipps für die Foliengestaltung. Im zweiten Teil des Buches wendet er die vier Bausteine des ersten Teils auf drei grundlegende Designprinzipien an und zeigt, wiederum mit vielen Vorher-Nachher-Beispielen, wie Folien dadurch klarer und ansprechender werden. Wie schon im ersten Buch rundet eine umfassende Reihe beispielhafter Präsentationen das Buch ab. Hier findet man noch einmal viele, viele Inspirationen für eigene Folien.
Ich kann mich nur wiederholen: Presentation Zen Design empfehle ich unbedingt. Es ist inhaltlich eine gelungene Darstellung der wichtigsten Designthemen, die Sie zur Erstellung beeindruckender Präsentationsfolien benötigen. Gleichzeitig ist es wunderbar anzuschauen und durch seine starke visuelle Prägung ein schönes Beispiel dafür, wie Reynolds selbst das lebt, was er auch predigt. Wichtig bleibt dabei aber immer: Reynolds gibt Empfehlungen und Begründungen, zwängt aber niemanden in ein festes Regelkorsett.
Wer ein vielleicht noch ein bisschen einfacheres Buch für allgemeine Designfragen sucht, dem empfehle ich nach wie vor Robin Williams' Design & Typografie. Wer jedoch ein fundiertes Designbuch mit zahlreichen ganz konkreten Inspirationen speziell für die eigenen Präsentationen sucht, der findet im Augenblick kein besseres Buch als Presentation Zen Design (noch leider nur auf Englisch, eine deutsche Übersetzung wird aber sicher bald folgen). Update: Bei Peachpit, dem Buchverlag, der das Buch vertreibt, gibt es ein Kapitel zum Probelesen.
Weitere Buchempfehlungen
Chip & Dan Heath: Was bleibt
Nancy Duarte: slide:ology
Dan Roam: Auf der Serviette erklärt
John Medina: Gehirn & Erfolg
Nick Morgan: Give Your Speech – Change the World
Sein erstes Buch "Presentation Zen" bildet mittlerweile, im Duett mit Nancy Duartes slide:ology, das Standardwerk für PowerPoint-Präsentationen (im Bereich Rhetorik und Körpersprache sind sicher andere zu nennen, z.B. Nick Morgan). Reynolds bemühte sich damals vor allem darum, das Bewusstsein für seine Art der Präsentation zu wecken, die mit eingefahrenen Strukturen bricht, indem sie auf überflüssigen Schnick-Schnack verzichtet und stattdessen mit glasklarer Kommunikation und schlichtem Design überzeugt. Viele Leser haben jedoch konkretere Anleitungen vermisst, mit denen Sie selbst solche Präsenationen erstellen können. Das holt Reynolds mit seinem zweiten Buch Presentation Zen Design jetzt nach – und wie!
Hatte ich damals Presenation Zen schon bedingungslos empfohlen, so gilt das nun umso mehr für dieses zweite Buch. Mit unzähligen Vorher-Nachher-Beispielen erklärt Reynolds grundlegendes Designerwissen zum sinnvollen Umgang mit Schriften, Farben, Bildern und Diagrammen. Dabei verliert er sich nicht in theoretischen Tiefen, sondern bleibt immer pragmatisch mit ganz konkreten Tipps für die Foliengestaltung. Im zweiten Teil des Buches wendet er die vier Bausteine des ersten Teils auf drei grundlegende Designprinzipien an und zeigt, wiederum mit vielen Vorher-Nachher-Beispielen, wie Folien dadurch klarer und ansprechender werden. Wie schon im ersten Buch rundet eine umfassende Reihe beispielhafter Präsentationen das Buch ab. Hier findet man noch einmal viele, viele Inspirationen für eigene Folien.
Ich kann mich nur wiederholen: Presentation Zen Design empfehle ich unbedingt. Es ist inhaltlich eine gelungene Darstellung der wichtigsten Designthemen, die Sie zur Erstellung beeindruckender Präsentationsfolien benötigen. Gleichzeitig ist es wunderbar anzuschauen und durch seine starke visuelle Prägung ein schönes Beispiel dafür, wie Reynolds selbst das lebt, was er auch predigt. Wichtig bleibt dabei aber immer: Reynolds gibt Empfehlungen und Begründungen, zwängt aber niemanden in ein festes Regelkorsett.
Wer ein vielleicht noch ein bisschen einfacheres Buch für allgemeine Designfragen sucht, dem empfehle ich nach wie vor Robin Williams' Design & Typografie. Wer jedoch ein fundiertes Designbuch mit zahlreichen ganz konkreten Inspirationen speziell für die eigenen Präsentationen sucht, der findet im Augenblick kein besseres Buch als Presentation Zen Design (noch leider nur auf Englisch, eine deutsche Übersetzung wird aber sicher bald folgen). Update: Bei Peachpit, dem Buchverlag, der das Buch vertreibt, gibt es ein Kapitel zum Probelesen.
Weitere Buchempfehlungen
Chip & Dan Heath: Was bleibt
Nancy Duarte: slide:ology
Dan Roam: Auf der Serviette erklärt
John Medina: Gehirn & Erfolg
Nick Morgan: Give Your Speech – Change the World
Bullshit
11.01.2010 11:45 Abgelegt in:
Präsentation

So beginnt Harry Frankfurt sein provokantes Buch Bullshit; und ganz unrecht kann er damit nicht haben, denn die Idee zu diesem Artikel kam mir bei einer Erfahrung, die – zu meiner großen Überraschung – ganz und gar kein Bullshit war: beim Autokauf.Zu den auffälligsten Merkmalen unserer Kultur zählt die Tatsache, dass es soviel Bullshit gibt.
Wir (oder zumindest ich) sind offenbar dermaßen auf unaufrichtige Verkäufer gepolt, dass uns jemand, der einfach grundsolide bodenständig daherkommt, völlig zu überraschen vermag. Kein Wort über sensationelle Rabatte, stattdessen eine ehrliche Aussage darüber, dass die Listenpreise Fantasiewerte sind und der tatsächliche Preis (für unser Auto) per se 25% darunter liegt. Keine Beschönigung der Nachteile des Wagens, sondern eine (fast schon zu) offene Kritik an den Mängeln des Fahrzeugs. Das alles führt zu einer Glaubwürdigkeit, die viel wichtiger als jede Krawatte war, die der Verkäufer statt seines extrem legären Outfits hätte tragen können.
Insofern war der Verkäufer tatsächlich so etwas wie das Gegenteil von Frankfurts Bullshitter, der nur darauf aus ist, mit seinen Behauptungen durchzukommen (= zu verkaufen) und diesem Bemühen alles unterordnet, es gar mit der Wahrheit nicht immer so genau nimmt und sie zumindest desöfteren verschleiert.
Das ist etwas, was sich durchaus auch einige Vortragsredner auf die Fahne schreiben können. Präsentationen werden in aller Regel auch zum Verkaufen gehalten (mindestens mal der Ideen, die präsentiert werden). Und so wie Frankfurt ganz allgemein auf dem Gebiet der Werbung und Public Relations "zahllose eindeutige Fälle von Bullshit" findet, sind auch genügend Präsentationen nicht frei davon. Mit guten Stories und packendem Design lässt sich eben nicht nur sinnvolles anstellen, sondern auch "heiße Luft" produzieren, die dann "leer, ohne Substanz und ohne Inhalt" ist. Vertrauen erzeugt man dadurch nicht.
Wer wirklich mit seinen Präsentationen etwas verändern möchte, der sollte sich tunlichst von Bullshit fernhalten, auch nicht den Bullshit glauben, dass der äußere Schein wichtiger sei als der Inhalt, dafür aber andererseits seine hervorragenden Ideen durch hervorragende, aufrichtige Präsentationen in die Köpfe seiner Zuhörer bringen.
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04.01.2010 11:29 Abgelegt in:
Visualisierung
Meine Kinder malen für ihr Leben gern. Sie setzen sich dann an
Ihren Kindertisch und malen mit Begeisterung Menschen, Tannenbäume,
Häuser, Geschenke – oder zumindest das, was in Ihrer Fantasie so
aussieht. Unweigerlich kommt es irgendwann zu meinem Einsatz:
"Papa, malst du uns eine Katze?" Damit dabei in Zukunft auch
wirklich eine Katze herauskommt, haben die Kinder mir dieses Jahr
ein wirklich schönes Buch unter den Tannenbaum gelegt: Wir zeichnen
Tiere.
Schon mehrfach habe ich darüber geschrieben, wie Zeichnungen einer Präsentation eine individuelle Note geben können. Zwar werden Sie in der Regel keine Tiere in Ihrer Präsentation verwenden, aber der Ansatz dieses Buches könnte Ihnen einigen Mut zu eigenen Versuchen geben. Die Zeichnerin, Ann Davidow, schreibt dazu:
Zwei weitere Bücher möchte ich Ihnen für Ihre ersten Schritte noch
mit auf den Weg geben. Menschen grafisch
visualisieren ist ein kleines, aber feines Buch, das Ihnen eine
sehr einfache Methode zum Zeichnen von Menschen vermittelt. Wer ein
etwas umfassenderes Werk sucht, der sollte unbedingt einmal einen
Blick in Axel Rachows Buch
Sichtbar werfen, in dem er viele Tipps und Ideen zur
Visualisierung mit Zeichnungen auf Flip-Charts oder Tafeln
aufzeigt.
Wenn Sie die ersten passablen Zeichnungen vollbracht haben, hilft Ihnen das hier bereits mehrfach erwähnte Buch Auf der Serviette erklärt, wie Sie Zeichnungen nutzen können, um komplexe Zusammenhänge einfach zu Papier (bzw. auf eine Serviette) zu bringen.
Schon mehrfach habe ich darüber geschrieben, wie Zeichnungen einer Präsentation eine individuelle Note geben können. Zwar werden Sie in der Regel keine Tiere in Ihrer Präsentation verwenden, aber der Ansatz dieses Buches könnte Ihnen einigen Mut zu eigenen Versuchen geben. Die Zeichnerin, Ann Davidow, schreibt dazu:
Wenn ich euch zuschauen könnte, würde ich erst dann zufrieden sein, wenn ich entdeckt hätte, dass meine Vorlagen und Beispiele euch Mut zu eigenen Einfällen und Zeichnungen gemacht haben. Das Einzige, was hierbei zählt, sind Phantasie, Ausdruckskraft und der eigene Strich. […] Und wer bisher geglaubt hat, er könne nicht zeichnen, bekommt bestimmt Lust, einen Bleistift in die Hand zu nehmen und einen Versuch zu wagen.

Wenn Sie die ersten passablen Zeichnungen vollbracht haben, hilft Ihnen das hier bereits mehrfach erwähnte Buch Auf der Serviette erklärt, wie Sie Zeichnungen nutzen können, um komplexe Zusammenhänge einfach zu Papier (bzw. auf eine Serviette) zu bringen.
















