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Über diesen Blog
Dieser Blog gibt frische Ideen für Präsentationen, die überzeugen und sich aus der Masse der PowerPoint-Vorträge abheben.

Ich bin Dr. Michael Gerharz, Präsentationscoach, und berate Sie in allen Fragen zu Ihrer Präsentation.

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Wenn Dell Pizza verkaufen würde...

Dell Dellicious Pizza
Produktpräsentationen gehören zu den schwierigsten Arten von Präsentationen: Wie erklärt man den Zuhörern anschaulich, welche Vorteile ein Produkt bietet? Im Fall von Pizza ist das eindeutig: sie muss gut schmecken. Im Fall von komplizierteren Dingen wie Computern ist das schon nicht mehr so klar und nicht selten haben auch die größeren Hersteller Schwierigkeiten, den Kunden die Vorteile ihrer Produkte zu vermitteln - nicht selten entsteht gar der Eindruck, dass sie sie selber nicht kennen. Eine Produktpräsentation der Firma Dell macht das sehr anschaulich. Dell ist der zweitgrößte Computerhersteller der Welt und man sollte annehmen, dass die Firma die Bedürfnisse ihrer Kunden versteht. Zumindest in dem folgenden Fall war das aber offenbar nicht der Fall. Lesen Sie mehr...
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Der Sinn einer Gliederung

In unzähligen Konferenzen stoße ich immer wieder auf die allgegenwärtigen Gliederungsfolien. Auch mir wurde während meiner Zeit an der Uni ständig eingehämmert, dass jede Präsentation mit einer Gliederung zu beginnen habe, damit der Zuhörer wisse, was auf ihn zukommt. Außerdem sei das ein Service für den Zuhörer und gehöre damit gewissermaßen zum guten Ton.

Letztlich geht die Empfehlung auf eine der wahrscheinlich meistzitierten Weisheiten des Präsentierens zurück:


Im Vordergrund steht bei dieser Empfehlung die Maxime, den Zuhörern eine Botschaft mit auf den Weg zu geben und diese Botschaft möglichst einprägsam zu vermitteln. Man sollte demnach nicht einfach nur die eigentlichen Fakten als Aneinanderreihung von Informationen erzählen, sondern die Botschaft des Vortrags klar herausarbeiten ("then tell 'em"), am Ende des Vortrags noch einmal die wesentlichen Punkte, die die Zuhörer mit nach Hause nehmen sollen, prägnant wiederholen ("and finally tell 'em what you told 'em"), und zu Beginn des Vortrags die Aufmerksamkeit auf gerade diese Punkte lenken ("tell 'em what you're gonna tell 'em").

Folgt daraus, dass man also zu Beginn eines jeden Vortrags diese merkwürdigen Gliederungsfolie auflegen muss? Eher nicht.

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Zitat: Miles Davis über das Improvisieren

Empty Stage
Präsentationen sind immer "live" und damit fehleranfällig. Es gibt normalerweise kein Playback, dass vor gelegentlichen Patzern schützt. Selbst wenn man seine Präsentation super-sorgfältig vorbereitet hat, selbst wenn man die Präsentation bis zum St. Nimmerleinstag geübt hat, wird es immer wieder Situationen geben, in denen Unvorhergesehenes passiert oder in denen man die falschen Worte zur falschen Zeit sagt. Das ist umso wahrscheinlicher, je freier man vorträgt und je weniger man sich an vorformuliertem Text orientiert.

Natürlich gilt das nicht nur für Präsentationen; eine Menge anderer Vortragender kennt dasselbe Problem. Musiker sind z.B. nicht davor gefeit, falsche Töne zu spielen, umso mehr wenn sie improvisieren. Miles Davis, einer der großen Jazz-Improvisatoren, hatte dazu jedoch folgendes zu sagen:


Was einen guten von einem großartigen Vortragenden unterscheidet ist demnach die Fähigkeit, die Kontrolle zu behalten, selbst wenn Unvorhergesehenes passiert. Miles Davis war mit Sicherheit einer der großartigsten Musiker der Jazzgeschichte. Vielleicht waren andere Trompeter technisch noch versierter, aber Miles Davis wusste, wie man den richtigen Ton zur richtigen Zeit spielt... und wie man die Situation kontrolliert, wenn man doch einmal die falsche Note gespielt hat. Sein Verständnis für seine Materie, die Jazzmusik, war so groß, dass er unvorhergesehene Situationen auch live auf der Bühne meist souverän auflösen konnte - und damit bisweilen gerade aus einer "eigentlich" falschen Note eine großartige neue Melodie erschuf.

Was können wir von Miles Davis' Zitat für unvorhergesene Situationen während einer Präsentation lernen?

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