
von Christoph Koeberlin

Professionelle Fonts
Professionelle Fonts sind in puncto Vielfalt und Qualität nicht zu schlagen – allerdings kostet die Lizensierung Geld, und eine Privatperson wird sich die Investition angesichts der akzeptablen Alternativen zumeist sparen.

FF Clan (42 verschiedene Schriftschnitte, Ziffern für Groß- und Kleinbuchstaben, Kapitälchen etc. pp.)
Free-Fonts
Kostenlose Fonts sind wegen der erheblichen Qualitätsunterschiede mit Vorsicht zu genießen. Von der schlechten Raubkopie bis zum professionellen, vollwertigen „Schnupperfont“ kann alles dabei sein. Auf meiner Website findest Du eine große Auswahl an Free-Fonts – zur Sicherheit solltest Du aber zumindest deren Vollständigkeit prüfen, z.B. Umlaute, das scharfe s und Anführungszeichen mit dem Begriff „Kältere Füße“.

Den Freefonts links (Teaspoon und Zebramond) mangelt es an essentiellen Zeichen, wohingegen Silesiana und Lacuna einen vollständigeren Zeichensatz bieten.
Du hast Dich für eine schöne, eigenständige Schrift entschieden? Dann muß sie nur noch passen!

Lido wirkt wesentlich seriöser und passender als Giddyup
Übrigens: Die in den Beispielbildern verwendeten Schriften sind alles Free-Fonts und Systemschriften.

Der Lese- (und somit auch Zuhör-)anreiz wird gesteigert, wenn Du nicht zu viel auf einer Seite unterbringst. (Schriften: Links Arial, rechts Corbel; beides Microsoft-Systemschriften)

Einmal getroffene Entscheidungen bezüglich Schrift, Schriftgröße, Farbe etc. sollten konseqeunt durchgezogen werden. (Schriften: Kontrapunkt, Aller Sans, Vollkorn, Stahlbeton, Anivers, Serif Beta, Lobster)

Zu große Schrift erschlägt den Leser – Lieber wie in Punkt 2 empfohlen den horror vacui ablegen. (Schrift: Serif Beta)

Im Beispiel links ist gut zu sehen, wie unregelmäßig die Wortabstände im Blocksatz werden. Der zu enge Zeilenabstand tut sein Übriges – der Absatz ist kaum noch lesbar. (Schrift: Candara [Microsoft-Systemfont])
Zeilenabstand und Zeilenlänge können auf meiner Seite interaktiv ausgekundschaftet werden.

(Bild: Jepsy [ilovegraffiti.de], Schrift: Lobster)

Text und Bilder an einer oder mehreren Achsen linksbündig auszurichten, gibt dem Auge Halt. (Bild: Wikipedia, Schrift: Constantia [Microsoft-Systemfont])

Nur weil das doppelte Strichlein auf der Tastatur so leicht zu erreichen ist, ist es noch lange kein Anführungszeichen (Schrift: Sovereign)
Tastaturkürzel:

Eselsbrücke für die „deutschen“ Anführungszeichen: 99 unten, 66 oben!
Auf meiner Seite gibt es neben vertiefenden Informationen zu den Anführungszeichen auch einen interaktiven Test.

Fast alle vermeintlichen Apostrophe können getrost weggelassen werden. Da, wo er hingehört, gehört dann der richtige hin. (Schriften: Roundenau und Andron)
Tastaturkürzel:

Eselsbrücke für den Apostroph: 9 oben!

Der Gedankenstrich (auch Bis- oder Streckenstrich ist leider so gut wie ausgestorben (Schrift: Corbel [Microsoft-Systemfont])
Tastaturkürzel:

Auf meiner Seite gibt es ein interaktives Spiel zum Testen Deiner Bindestrich- und Gedankenstrich-Kenntnisse!
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Tags:Christoph Koeberlin Design Gastbeitrag Layout Schrift Schriftarten Typefacts Typografie
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