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Wenn die anderen nach Hause gehen

By 28. Oktober 2013Allgemein

Nichts wie ab in den Feierabend? Vielleicht haben Sie den falschen Job.

Sebastian Vettel vor fünf Wochen im Interview:

Wenn die anderen nach Hause gehen und sich die Eier in den Pool hängen, sind wir noch da, arbeiten am Auto und versuchen, noch mehr herauszuquetschen. So etwas macht dann über das Wochenende und die Saison hinweg gesehen den Unterschied.

Gestern wurde Vettel zum vierten Mal Weltmeister. Zufall oder gar Zauberei war das offenbar nicht. Natürlich hilft es, im besten Auto zu fahren. Doch das alleine reicht nicht. Wie überall. Auch in Ihrem Job.

Klar: Wenn man gutes Werkzeug nutzt, und wenn man vor allen Dingen weiß, wie man es benutzen muss, dann kann man recht brauchbare Ergebnisse erzielen, möglicherweise mit recht überschaubarem Aufwand. Auch bei Präsentationen kommt man mit den richtigen Methoden schnell sehr weit.

Doch um zu den Besten zu gehören, reicht das noch nicht. Dafür brauchen Sie vor allem eines: Den unbedingten Willen, die bestmögliche Lösung zu finden; solange zu schrauben, bis Sie sie gefunden haben. So machen es die Besten.

Steve Jobs zum Beispiel. Mike Evangelist, einer seiner Mitarbeiter Anfang des Jahrtausends, berichtete einmal dem Guardian:

Steve starts his preparation for a keynote weeks in advance, reviewing all the products and technologies he might include.

[…]

The team and I spent hundreds of hours preparing for a segment that lasted about five minutes. Several weeks earlier Steve summoned me to demo the software, and highlight what I thought were its most interesting aspects. Of course he already knew most of this, but the process was still useful. He used the key points from these demos to mould his overall presentation and decide how much time each product would get.

Oder Chris Anderson, Organisator der TED-Konferenzen, einem beinahe unerschöpflichen Quell hervorragender Präsentationen. In einem Artikel im Harvard Business Review erklärte er, warum die TED-Vorträge so gut sind wie sie sind. Und warum es TED gelingt, diesen Standard über so viele Jahre bei so vielen unterschiedlichen Persönlichkeiten aufrecht zu erhalten:

We start helping speakers prepare their talks six months (or more) in advance so that they’ll have plenty of time to practice. We want people’s talks to be in final form at least a month before the event. The more practice they can do in the final weeks, the better off they’ll be. Ideally, they’ll practice the talk on their own and in front of an audience.

Sechs Monate vorher, nicht 20 Minuten. Wer einen guten Vortrag halten möchte, der schafft das vielleicht mit ein paar Faustregeln und ein bisschen Üben. Doch wer zu den besten gehören möchte, der muss deutlich mehr Aufwand investieren; der muss früher mit der Vorbereitung beginnen als andere und auch dann noch an seiner Präsentation feilen, wenn die anderen schon vor der Glotze hängen.

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