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Schwerpunkt Vorher-Nachher: In Erinnerung bleiben

By 17. Februar 2010Allgemein

In dieser dreiteilligen Artikelserie gebe ich Tipps, Ihre bestehende Präsentation so zu verbessern, dass Ihr Publikum Ihre Botschaft versteht, Ihnen aufmerksam zuhört und sich die Kernaussage auch merkt.

Strichmännchen hinter Rednerpult

Nach meinen Ratschlägen aus den letzten beiden Wochen, haben Sie Ihre Präsentation möglicherweise von überflüssigem Ballast befreit und in eine spannende Struktur gebracht. Jetzt könnten Ihre Zuhörer noch ein paar Anker gebrauchen, mit denen Sie sich Ihre Botschaft besser merken können. Ich frage also weiter:

Warum sind Sie eigentlich selbst von Ihrer Idee begeistert?

Immerhin beschäftigen Sie sich intensiv mit Ihrem Vortragsthema. Das würden Sie nicht tun, wenn Ihnen das keinen Spaß bereiten würden und wenn Sie keinen Sinn darin sehen würden.

Hatten Sie vielleicht ein Schlüsselerlebnis?

Vielleicht der Moment, an dem Sie erkannt haben, dass alle anderen Lösungen aus einen einfachen Grund nicht funktionieren. Oder ein Erlebnis im Bus, das Ihnen einen ganz neuen Anwendungsfall für Ihr Produkt gezeigt hat. Oder ein Zitat, das Ihnen die Augen geöffnet hat.

Warum scheuen Sie sich dann, auch Ihrem Publikum davon zu berichten?

Ich weiß, Ihre Präsentation soll seriös wirken und Ihr Publikum verlangt handfeste Argumente. Und in der Tat sind Fakten wichtig, um Ihre Glaubwürdigkeit zu stützen. Aber merken kann sich diese Fakten ohnehin keiner. Sehr gut merken kann man sich aber überzeugende Geschichten, denn sie erleichtern es Ihren Zuhörern, Ihre Ideen zu verbildlichen und sie in Ihre Gedankenwelt einzuordnen.

Warum bringen Sie also die Fakten nicht durch Geschichten in einen Kontext, der für Ihre Zuhörer relevant ist?

Nicht dass Sie mich falsch verstehen: Ihre handfesten Argumente sind ein wichtiger Bestandteil Ihrer Präsentation, aber verstehen Ihre Zuhörer wirklich bei allen Ihren Argumenten unmittelbar, welche Bedeutung sie für Ihr Problem haben. Vielleicht hilft dabei aber das ein oder andere Bild, die ein oder andere Geschichte oder ein Beispiel aus der Praxis. Wenn Sie jetzt einwenden, dass Sie doch schon Beispiele nennen, frage ich zum Abschluss:

Nehmen Sie sich denn auch die Zeit, Ihre Beispiele zu erläutern?

Machen Sie eine Geschichte daraus. Sagen Sie nicht „Zum Beispiel A, B, C“, sondern nehmen Sie sich eines dieser Beispiel heraus und erläutern es ausführlicher, zeigen wie Ihre Argumente sich dort auswirken; welche überraschenden Ergebnisse sich vielleicht gerade in diesem Beispiel zeigen. Das kann man sich merken, die einfache Aneinanderreihung vieler nur aufgezählter Beispiele dagegen nicht.

Und wie kommen Sie nun von Ihrer bestehenden Präsentation dahin? Im Grunde reichen diese drei Schritten:

  1. Sammeln Sie Beispiele, Geschichten oder Bilder, die Ihre Argumente veranschaulichen.
  2. Wählen Sie die besten aus, das sind vielleicht am Ende zwei oder drei.
  3. Nehmen Sie sich in Ihrer Präsentation die Zeit, diese Beispiele auch zu erläutern (natürlich spannend mit den Empfehlungen der letzten Woche).

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