Wie wird man kreativ?

23.04.2012, Dr. Michael Gerharz

John Cleese von Monty Python erklärt, wie man kreativ wird:

Cleese ist überzeugt, dass Kreativität kein Talent sondern vor allen Dingen eine bestimmte Herangehensweise ist. Er beruft sich dabei auf Studien von Donald McKinnon:

„McKinnon showed that the most creative had simply acquired a facility for getting themselves into a particular mood, a way of operating, which allowed their natural creativity to function. In fact, McKinnon described this particular facility as an ability to play.“

Seien Sie offen

Cleese rät, dass Sie sie sich ganz bewusst Zeit und Raum für diese »kreative Stimmung« nehmen. Er nennt diese Stimmung den »Open mode«, in dem wir Ideen freien Lauf lassen, wie absurd sie auch sein mögen. Er ist sogar überzeugt, dass man gerade die absurden Ideen auch denken muss, will man nicht immer auf bereits betretenen Pfaden wandern:

„You’ve gotta risk saying things that are silly and illogical and wrong and the best way to get the confidence to do that is to know that while you’re being creative, nothing is wrong. There’s no such thing as a mistake. And any drivel may lead to the breakthrough.“

Haben Sie Ausdauer

Es gehört allerdings mehr dazu, als verrückte Ideen zuzulassen. Ebenso wichtig ist Ausdauer. Denn die erste Idee ist nicht immer die beste. Noch bessere Ideen kommen häufig erst dann, wenn man bewusst über einen längeren Zeitraum danach sucht:

„My solution was more creative than his simply because I was prepared to stick with the problem longer.“

Setzen Sie Ideen konsequent um

Hat man jedoch einmal eine gute Idee gefunden, dann gehört es eben auch dazu, diese Idee konsequent und zielstrebig umzusetzen. Dafür muss man den »Open mode« dann aber auch wieder verlassen, um nicht weiter »im Spieltrieb« durch immer neue Ideen abgelenkt zu werden:

„Once we’ve taken a decision we should narrow our focus while we’re implementing it.“

Entkommen Sie dem Alltag

Cleese ist jedoch überzeugt, dass die meisten Menschen gerade deswegen nicht so kreativ sind, wie sie es eigentlich sein könnten, weil sie zu lange in diesem »Ausführungsmodus«, Cleese nennt ihn den »Closed mode«, verharren.

„We too often get stuck in the closed mode.“

Denn:

„It is easier to do trivial things that are urgent than to do important things that are not urgent (like thinking).“

Warum ist das schlecht? Cleese bringt es auf den Punkt:

„Creativity is not possible in the closed mode.“

Cleese ist - als Humorist natürlich - davon überzeugt, dass Humor der einfachste Ausweg ist:

„Humor gets us from the closed mode to the open mode quicker than anything else.“

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Das Bauprinzip erfolgreicher Stories

16.04.2012, Dr. Michael Gerharz

Der amerikanische Autor Kurt Vonnegut erklärt in diesem kurzen Video das Bauprinzip erfolgreicher Stories mit einem kräftigen Augenzwinkern:

Das Video lohnt nicht nur inhaltlich, sondern zeigt auch, wie man selbst trockene Themen humorvoll ironisch vortragen kann. Ironie entsteht durch überspitzte Pointierung. Wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche ironische Pointen ist demnach, dass man weiß, wovon man spricht. Denn nur dann kann man die Pointen auf den Punkt bringen, ganz so wie es Vonnegut mit seinem Koordinatensystem für Spannungsbögen tut.

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Der Wow-Effekt

09.04.2012, Dr. Michael Gerharz

Über den Wow-Effekt bei Präsentationen machen sich nur diejenigen Gedanken, die keinen Aha-Effekt haben. Das war schon zu Zeiten von Cliparts so, dann bei Animationen, jetzt Prezi und wird bei jedem neuen Präsentationstrend wieder so sein.

Damit mag man vielleicht manchen im Publikum begeistern. Aber Begeisterung ist zweitrangig. Überzeugen ist erstrangig. Christian Lindholm, Chief Innovation Officer bei der Designfirma Fjord, im Gespräch mit Om Malik:

Most companies (including web startups), he said, are looking to “wow” with their products, when in reality what they should be looking for is an “‘of course’ reaction from their users.”

Wichtig ist allein, dass Sie Ihr Publikum von Ihrer Idee überzeugen. Welche Effekte Sie dafür verwenden, hängt einzig davon ab, ob die Ihnen dabei helfen. Im besten Fall sorgt dann der Aha-Effekt für einen ganz anderen Wow-Effekt: »Was für eine clevere Lösung. Wow.«

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