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Schlechte PowerPoint-Vorlagen

Warum taugen die meisten PowerPoint-Templates eigentlich nichts, obwohl sie doch von professionellen Designern entworfen werfen? Diese Frage stellte vor kurzem Jan Schultink in seinem IdeaTransplant-Blog. Seine Theorie: Die Designer beginnen an der falschen Stelle, nämlich auf einer leeren Folie, die sie dann mit Dekoration füllen. 

Ich habe mal wahllos auf Presentationload, der bekanntesten deutschen Plattform für PowerPoint-Templates, irgendein „TOP-Business-Template“ geöffnet:

Eines von unzähligen schlechten PowerPoint-Templates

Wenn ich mir das so ansehe, dann gehen die Probleme sicher noch weit über Schultinks Vermutung hinaus. Denn offenbar fehlt es hier an einem fundamentalen Verständnis für die Anforderungen einer publikumsgerechten Präsentation. Die Vorlagen laden geradezu dazu ein, Textfluten auf die Folien zu schleudern. Platz für Freiflächen, die wichtigen Inhalten erst die richtige Wirkung geben, sucht man vergebens. Statt spannender Stories, in die sich das Publikum hineinversetzen kann, sollen hier Fakten abgehakt werden: der Stoff aus dem langweilige Präsentationen sind.

Schultinks Rat an Unternehmen: Gebt den Designern bestehende Präsentationen, damit sie diese inszenieren können und daraus ein funktionierendes Design ableiten können. Wenn ich mir Vorlagen wie die obigen ansehe, zweifle ich, ob das alleine das Problem schon lösen würde.

Da die meisten Präsentationen eben schon vorher so aussehen wie diese, würde ein hübsches Design wahrscheinlich doch nur zu Variationen des obigen Templates führen. Wichtig wäre vielmehr, dass schon die Vorlagen dazu einladen, publikumsgerechte, leicht zu erfassende Folien zu erstellen.

Dazu gehört mehr, als Text durch ein paar Logos und schicke Farben zu dekorieren. Dazu braucht man ein tiefes Verständnis dafür, wie spannende Präsentationen auf das Publikum wirken. Und hier können auch viele Design-Studios noch eine Menge lernen.

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