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Interessante Bücher, die ich in 2015 gelesen habe – II. Meaningful

Meaningful, The Story of Ideas that Fly

von Bernadette Jiwa

No business thrives unless it creates a difference for people who are willing to exchange money, time or loyalty for the value that difference brings to their lives.

Wie kann man heute als Unternehmen Kunden für sein Produkt begeistern? Bernadette Jiwa meint in ihrem Buch Meaningful, dass das bald nur noch durch Produkte geht, die den Kunden etwas bedeuten. Was meint sie damit?

Der klassische Marketingweg funktioniert heute weniger als je zuvor. Nur noch die ganz großen Unternehmen (und eigentlich selbst die immer weniger) können heute noch Massen von Kunden allein durch Werbung bewegen, ihre Produkte zu kaufen. Früher war das ein üblicher Weg: Man entwickelte seine Produkte nach bestem Wissen und Gewissen und warf anschließend einen großen Haufen Geld in Form von Werbung auf das Problem, genügend Menschen für das Produkt zu begeistern.

For several decades, while giant corporations dominated the business landscape and monopolies reigned, customers were treated like a homogenous group to be talked at and sold to.

Dieser Weg wird immer schwieriger. Einfacher hat es nach Jiwas Meinung derjenige, der genau anders herum denkt. Nicht die Kunden für die Produkte begeistern, sondern Produkte entwickeln, die die Kunden begeistern, weil diese Produkte das Leben dieser Kunden auf sinnvolle Weise verbessern. Statt Geschichten zu erfinden, die den Kunden die Produkte schmackhaft machen (das genügt nicht, liebe Möchtegern-Content-Marketer), sollten Unternehmen lieber Produkte entwickeln, die zu den Geschichten passen, die sich die Kunden selbst erzählen.

The best products and services in the world don’t simply invite people to say ‘this is awesome’; they remind people how great they themselves are.

Für viele ist das ein angsteinflößender Weg. Bedeutet er doch, dass man Prioritäten setzen muss. Dass „gut“ nicht reicht, sondern „sinnvoll“. Dass man ein tiefes Verständnis dafür braucht, wer die Kunden eigentlich sind. Wer wollen sie sein? Was ist ihnen wichtig? Woran glauben sie? Wonach streben sie? Was behindert sie? Das gelingt erst, wenn einem die Bedürfnisse der Menschen echt am Herzen liegen.

Ja, ich glaube, Jiwa hat recht, dass dieser Weg alternativlos ist.