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Heide Liebmann: Authentisch präsentieren mit dem Nasenfaktor

By 12. Juli 2010Allgemein
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Ob wir wollen oder nicht, oft entscheidet der sprichwörtliche Nasenfaktor darüber, ob wir jemanden mögen oder nicht. Und wenn wir jemanden mögen, dann vertrauen wir ihm viel eher. Vielleicht ist gerade das die Erklärung für den Erfolg von Heide Liebmann.

Heide Liebmann ist Positionierungs-Coach und Marketing-Expertin. Sie hilft Kunden, ihren Nasenfaktor durch authentisches Marketing zu stärken. In ihrem gleichnamigen Buch gibt sie dazu nützliche Tipps und auch ihr Blog dreht sich rund um das Thema authentisches Marketing.

Und weil bei ihr der Nasenfaktor einfach stimmt, habe ich sie gebeten, uns einige Tipps zu verraten, wie man die eigene Persönlichkeit für überzeugendere Präsentationen wirken lassen kann.
Authentisch präsentieren – Mit dem „Nasenfaktor“ müde Vorträge munter machen! Gerne komme ich Michaels Anfrage nach und erzähle Ihnen in diesem Gastartikel, warum ich kein Fan von durchgestylten Präsentationen ohne Persönlichkeit bin.

Die Kunst der Präsentation ist bekanntlich eine Schlüsselkompetenz für den persönlichen Erfolg. Gleichzeitig sorgen gelungene Vorträge für ein positives Unternehmensimage. Denn wer sich und sein Unternehmen nach außen selbstbewusst, kompetent und glaubwürdig präsentiert, wird feststellen, dass man damit sein Selbstmarketing hervorragend unterstützen kann.

Aber sind Authentizität und Image nicht ein Widerspruch?

Meiner persönlichen Erfahrung nach gehören Authentizität und Professionalität zusammen, um ein positives Image zu erzeugen. Indem man seine ganz individuellen Fähigkeiten erschließt und nutzt, gewinnen die Vorträge an Ausdruckskraft und Glaubwürdigkeit. Authentisches Präsentieren führt zu professioneller Ausstrahlung.

Zu einem professionellen Vortrag gehört natürlich eine gute inhaltliche Vorbereitung, Wissen über Dramaturgie und Storytelling und eine saubere Gestaltung der Folien, wenn man mit Powerpoint präsentiert. Zu diesen Themen gibt es auf diesem Blog ja wirklich genug zu lesen.

Persönlichkeit geht vor Design

Aber ohne die persönliche Würze, die individuelle Ausstrahlung, wirken selbst professionell durchgestylte Vorträge eigenartig leblos und langweilig. Das passiert dann, wenn der Vortragende hinter den Inhalten verschwindet und der persönliche Kontakt zum Publikum verloren geht. Oder wenn ich als Zuschauer unbewusst merke: Der Mensch da vorn ist nicht echt, die Gesten und die Modulation sind antrainiert und passen eigentlich gar nicht zu dieser Person.

Selbstverständlich kann man an seinem Auftritt immer noch dies und das optimieren. Ich weiß zum Beispiel von mir, dass ich leider immer noch zu viele „Ähs“ einbaue und plane schon länger, daran mal zu arbeiten. Aber ganz ehrlich: Meist stört mich das selbst mehr als meine Zuhörer. Denn viel wichtiger für den Erfolg eines Vortrags ist die persönliche Beziehung zu den Menschen im Publikum – ob das nur fünf oder mehrere tausend sind. Und die Überzeugung, mit der man seine Thesen und Themen vorträgt, zählt. Je identifizierter jemand inhaltlich mit seiner Präsentation ist, umso unwichtiger werden die äußeren Rahmenbedingungen. Wir sind nämlich nur zu gern bereit, das ein oder andere Manko zu verzeihen, wenn wir spüren, da ist jemand voll bei der Sache und total begeistert, und er spricht wirklich mit uns Zuhörern und nicht mit dem luftleeren Raum. Das erkennt man an einer authentischen und stimmigen Körpersprache und an der Art, wie jemand bewusst den Kontakt zum Publikum sucht und auch mit den Reaktionen umgeht. Genau darin zeigt sich die individuelle Persönlichkeit – der „Nasenfaktor“ eben.

Begeisterung und Beziehung als Erfolgsfaktoren

Deshalb möchte ich am liebsten jedem, der Vorträge auch als Instrument des Selbstmarketings begreift und sich öfter auf die Bühne wagen möchte, raten, sich erst einmal auf die eigenen Stärken zu besinnen und diese dann auch zu optimieren. Und zwar bevor man sich mit dem optischen Feinschliff beschäftigt. Ich sage meinen Kunden immer: Bleib bei dir, bleib authentisch und erkennbar du selbst, zeige deine Begeisterung und bau eine Beziehung zu deinem Publikum auf. Dann kannst du im Grunde wenig verkehrt machen.

Merke: Perfektion bedeutet nicht unbedingt Professionalität!

Voraussetzung für so eine Art von authentischem Präsentieren ist natürlich, dass man sich darauf einlässt, den Drang nach Perfektion zugunsten der Authentizität zunächst mal hintenan zu stellen. Seinen eigenen Stärken auf die Spur zu kommen, ist ein zuweilen langwieriger Prozess, wie alle bestätigen können, die in dieser Mission unterwegs waren und sind. Es lohnt sich aber immer, darin zu investieren – und die Professionalisierung passiert dann meist von ganz alleine.