Frohe Weihnachten

21.12.2014, Autor: Michael Gerharz

Wir wünschen Ihnen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr. 

[Hier im Blog bleibt es über die Feiertage still.]


Tags:Weihnachten


Falsche und echte Spannung

07.12.2014, Autor: Michael Gerharz

Falsche Spannung: Sie halten Informationen bewusst zurück. So wie in schlechten Krimis, in denen auf einmal der Gärtner der Täter war, obwohl er vorher weder selbst in Erscheinung trat noch von irgendeinem erwähnt wurde. Oder in schlechten Fernsehshows, die die Kür des Gewinners beliebig lange herauszögern, obwohl es allen egal ist, wer am Ende die meisten Stimmen bekommen hat.

Echte Spannung: Ihr Publikum ist jederzeit über alles informiert und möchte dennoch mehr wissen. Sie haben im Krimi sogar den Mord beobachten können und schauen trotzdem gebannt bis zum Ende, ob der Täter überführt werden kann. Sie wollen nicht bloß wissen, wer gewinnt, sondern wie er gewinnt.


Tags:Spannung


Wie würde die Maus es erklären?

24.11.2014, Autor: Anne Pustina

Manche Themen sind einfach zu komplex und zu kompliziert, um sie einfach und anschaulich darzustellen.

Kann schon sein.

Aber die Frage ist doch, welchen Detailgrad ich meinem Publikum vermitteln möchte. Wenn ich vor einem sehr spezialisierten Fachpublikum spreche, kann ich Vorwissen voraussetzen. Dann kann ich die Grundlagen auslassen und direkt in komplexere Detailaspekte einsteigen, ohne mein Publikum zu überfordern.

Wenn ich aber vor einem Publikum spreche, das mit meinem Thema nicht so vertraut ist - und das ist meistens der Fall - geht es nicht darum, komplizierte Details bis ins Kleinste zu vermitteln. Die würde sich eh niemand merken. Es geht darum, dass das Publikum die Idee versteht.

Wie stelle ich also etwas Kompliziertes so dar, dass es ein Laie versteht?

Inspiration kann man sich wunderbar mit seinen Kindern vor dem Fernseher holen. Kindersendungen wie die Sendung mit der Maus, Wissen macht Ah! oder Willi will’s wissen beherrschen das einfache Erklären von komplizierten Dingen perfekt. Und sie benutzen ein ganz simples Mittel: Vergleiche.

Zum Beispiel erklärt die Sendung mit der Maus wie ein Hardware und Software eines Computers funktioniert durch einen Vergleich mit dem Menschen, der auch aus so etwas wie Hardware und Software besteht. Oder, dass Einsen und Nullen wie das An- und Ausmachen des Lichtschalters sind.

Sie werden jetzt natürlich zurecht einwenden, dass Sie Ihre nächste Präsentation nicht wie eine Kindersendung gestalten können.

Richtig. Sollen Sie auch nicht.

Natürlich geht es nicht darum, jedes Thema so zu erklären, wie man es einem Kind erklären würde. Das wäre auch nicht sinnvoll, denn wenn ein Thema stark vereinfacht wird, läuft man Gefahr, einfache Lösungen für komplexe Probleme vorzuschlagen, die im Beispiel funktionieren, der Realität aber nicht standhalten.

Es geht vielmehr darum, publikumsgerechte Assoziationen zu finden.

In den Wissenssendungen werden Vergleiche genutzt, die Kinder verstehen, weil sie sie aus ihrem Alltag kennen. Suchen Sie Vergleiche, die Ihr Publikum aus seinem (Arbeits-)alltag kennt. Zum Beispiel das neue online Lieferantensystem, dass so ähnlich wie Amazon funktioniert. Oder das neue Intranet mit Profilfunktion, das so ähnlich wie Facebook funktioniert.

Und zu Übungszwecken kann es sicherlich nicht schaden, sich ab und zu zu fragen: Wie würde die Maus das wohl erklären?

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Tags:Erklären Fluch des Wissens Konkret Publikum Veranschaulichen Vergleiche


Snap

10.11.2014, Autor: Michael Gerharz

Dieser Clip von Mailchimp zeigt, wie effizient eine effektive Geschichte erzählt werden kann:

Stories zu erzählen hat nichts damit zu tun, den Märchenonkel zu spielen. All das, was Deutschlehrer glücklich macht – Ausschmücken hier, Gefühle beschreiben dort – ist für eine wirkungsvolle Geschichte nicht notwendig. 

Das menschliche Gehirn ist es aus dem Alltag gewohnt, aus allem und jedem Geschichten zu formen, Motive zu finden, Lücken zu füllen, bis Informationsfetzen einen Sinn geben. Und das tut es natürlich auch in der Werbung. Unterschätzen Sie nicht die Vorstellungskraft Ihrer Zuhörer.


Tags:Geschichten Mailchimp Storytelling Werbung


Wissenschaftler

27.10.2014, Autor: Michael Gerharz

Wenn Wissenschaftler eine Theorie bestätigen oder widerlegen wollen, versuchen sie die Aussagen der Theorie in einer möglichst kontrollierten Umgebung zu überprüfen, z.B. in einem Experiment oder in einer Simulation.

Wenn z.B. ein Informatiker überprüfen möchte, ob ein neues Verfahren zur Datenübertragung im Vergleich zu älteren Verfahren mehr oder weniger Daten pro Sekunde übertragen kann, dann wird er ein Modell der Realität erstellen, das er z.B. in einer Simulationsumgebung so genau wie möglich nachstellt. Dabei legt er z.B. fest, wie viele Computer in dem Netz existieren, wie diese untereinander verbunden sind, welcher Computer wann wie viele Daten sendet usw.

Wenn er die Simulation reproduzierbar macht, d.h. bis auf das veränderte Datenübertragungsverfahren bleiben sämtliche Parameter in allen Versuchsläufen unverändert, dann kann man Aussagen darüber treffen, ob ein Verfahren dem anderen in dieser Situation überlegen ist.

Das Ergebnis der Simulation ist umso aussagekräftiger, je näher das Modell, das der Simulation zugrunde liegt, der Realität kommt. Natürlich bildet kein Modell die Realität exakt ab. Also muss man bewerten, wie gut die Ergebnisse auf die Realität übertragbar sind.

Und das ist der Punkt, an dem die Wissenschaftler zu Menschen werden. Wo auf einmal Bauchgefühle eine Rolle spielen und – ja – Wünsche und Ziele. Denn natürlich wird die Wahl der Modelle und die Interpretation der Ergebnisse dadurch geprägt, welche Antwort der Wissenschaftler herbeisehnt*. Dann spielen eben nicht nur Fakten eine Rolle.

Wenn selbst diejenigen, deren Beruf die Objektivität ist, von solchen Überlegungen nicht frei sind, dann glauben Sie doch nicht, dass ihr Publikum rein faktengetrieben ist, oder? Natürlich sitzen auch in ihrem Publikum Menschen, die Bauchgefühle, Wünsche und Ziele haben und Fakten entsprechend dieser Gefühle interpretieren.

Berücksichtigen Sie das, wenn Sie das nächste Mal Fakten in Ihrer Präsentation präsentieren. Glauben Sie nicht an die rationalen Entscheider, die nur die reinen Fakten wissen wollen, wenn noch nicht einmal klar ist, welche Fakten die Realität exakt wiedergeben.

* Der ordentliche Wissenschaftler wird natürlich stets sorgfältig formulieren, dass die Ergebnisse lediglich im Rahmen des Versuchsszenarios gelten. Jedoch ist das spätestens dann, wenn Forschungsergebnisse in Produkte übertragen werden, also in der sog. angewandten Forschung, nicht mehr ausreichend.


Tags:Emotionen Wissenschaft


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Überzeugend Präsentieren ist der Blog von Präsentationscoach Dr. Michael Gerharz. Sie finden hier Anregungen, um Ideen auf den Punkt zu bringen, spannend vorzutragen und einprägsam zu visualisieren.

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