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Wieso? Weshalb? Warum?

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Kinder wollen alles wissen und verstehen. Und beharren solange darauf, bis sie eine verständliche Antwort haben. Das ist manchmal einfacher („Warum leuchten Glühbirnen?“) und manchmal schwieriger („Wo kommen Babys her?“), bis hin zu wirklich herausfordernden Fragen („Warum wohnt Opa jetzt auf dem Friedhof?“).

In einer aktuellen Ausgabe der Radiosendung „This American Life“ dreht sich alles um die Herausforderung, Kindern die schwierigen oder komplizierten Seiten des Lebens zu erklären. Dabei geht es zum Beispiel um eine Psychologin eines Trauerzentrums, die es auf bemerkenswert simple Art schafft, Krankheit und Tod für Kinder auf den Punkt zu bringen. Zum Beispiel ist Nierenversagen, „wenn die Nieren das Blut nicht mehr waschen und das Blut dann den Körper vergiftet.“ Oder Mord: „Das ist, wenn jemand anderes entscheidet, dass dein Körper nicht mehr funktionieren soll“. Oder Überdosis: „Man hat eine Krankheit im Kopf, die Abhängigkeit heisst. Sie bringt dich dazu, zuviel von einem Medikament zu nehmen, das nicht gut für dich ist.“

Das hört sich einfach an, aber es hat mit Sicherheit sehr lange gedauert, diese Antworten zu finden und so zu formulieren. Denn egal ob es um traurige oder um schöne Themen geht, Kinder fordern eine gnadenlose Pointierung. Schwammige Antworten nehmen sie mit unzähligen „aber warum?“-Schleifen auseinander. Kurzum: Kinder sind die ultimativen Küchenzurufsjäger.

Fangen Sie die Vorbereitung Ihrer Präsentation doch einmal so an: Wie würde ich das meinem Kind erklären? Und bevor Sie jetzt protestieren: Natürlich ist der Empfänger Ihrer Präsentation kein Kind, sondern Erwachsene, vielleicht sogar ein Fachpublikum. Es geht auch gar nicht darum, Ihren Küchenzuruf zu stark zu vereinfachen oder gar zu banalisieren. Dennoch ist die “Erklär’s deinem Kind”-Übung eine sinnvolle. Denn sie zwingt uns, auf den Punkt zu kommen und Klartext zu reden.

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Showtime: Neues Magazin mit Tipps zur optimalen Vorbereitung

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30 Minuten Zeit und alle hören zu? Wo sonst als bei einer Präsentation bekommen Sie die Chance auf 30 Minuten exklusiver Aufmerksamkeit eines ganzen Publikums? Schauspieler und Musiker nutzen diese Chance und üben solange, bis alles perfekt sitzt. Und Sie?

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Neue Webseite

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Vorhang auf für unsere neue Webseite. Nach 4 Jahren haben wir das Design der Seite vollständig überarbeitet. Ein Blick lohnt sich insbesondere für diejenigen, die unsere Artikel normalerweise im Abo lesen (als E-Mail-Abonnement der Blogartikel oder im RSS-Reader).

Wir legen mit diesem Neustart auch die Grundlage für viele neue Angebote. Regelmäßig vorbeischauen lohnt sich also auch in Zukunft.

Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern.

Let’s Talk: Aus dem Leben eines Extremkletterfotografen

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Let’s Talk – Folge 13: Frank Kretschmann

Während andere über Content Marketing reden, klettert er in den steilsten Felswänden und macht grandiose Fotos. Der Extremkletterfotograf Frank Kretschmann produziert Content, den die Leute sehen wollen, weil es faszinierende Bilder sind, hinter denen faszinierende Geschichten stecken. Heute ist er mein Gast bei Let’s Talk.

Wir haben uns darüber unterhalten, wie man in solchen Extremsituationen überhaupt noch eine Hand zum Fotografieren frei haben kann, was die Faszination Klettern ausmacht, welchen Einfluss die Entstehungsgeschichte auf ein Bild hat, außerdem über den Wert von authentischen Bildern und – natürlich – über das Spiel mit den Medien.

Unbedingt anhören, denn Frank hatte eine Menge zu erzählen.

„Ich hatte das Glück, an Klettergeschichte teil zu haben. Das mit meinen Bildern dokumentieren zu dürfen, ist einfach großartig.“ – Frank Kretschmann
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Let’s Talk: Warum Meetings wie Modern-Talking-Platten sind

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Let’s Talk – Folge 12: Stephan List

Heute zu Gast bei Let’s Talk: Dr. Stephan List, Autor des Toolblogs, in dem er über persönliche Produktivität schreibt. Außerdem ist er Berater für Organisationsentwicklung.

Wir haben uns darüber unterhalten, warum Meetings wie Modern-Talking-Platten sind, warum wir zwar alle sprechen, aber noch lange nicht alle be-sprechen können, und wie man Meetings kürzer und effektiver macht.

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Wie funktioniert das?

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Phase 1:

Als die Computer noch neu waren, ging es vor allem um die Frage: „Wie funktioniert das?“ Gemacht von Fricklern für Frickler: Welche Clockrate, welches Bussystem, welche Schnittstellen, welches BIOS? Computerzimmer sahen aus wie Werkstätten. Der Weg war das Ziel. Wie bei Lego. War die Welt erst einmal aufgebaut, war die nächste dran.

Phase 2:

Später ging es um die Frage: „Was kann man damit machen?“ Textverarbeitung (Word 5 für DOS, anyone?), Desktop Publishing, Spiele. Microsofts Ziel: „A computer on every desktop.“ Computer als Werkzeug. Man geht ins Büro um ihn zu benutzen, wie man in die Werkstatt geht, um zu sägen, hammern und schrauben.

Phase 3:

Heute geht es um die Frage: „Welche Gefühle löst es aus?““ Ist die Technik erst gut genug, wird sie zur Mode: Gefällt mir der silberne oder der goldene Laptop besser? Ist er klein genug? Nehm’ ich lieber das Tablet? Brauche ich ein neues, weil es wie jedes Jahr ein neues gibt? Man benutzt ihn dort, wo man sich wohlfühlt, und schämt sich nicht, in der Öffentlichkeit damit gesehen zu werden, will es gar. Das ist der Massenmarkt, davor waren Peanuts.

Die meisten schalten zu spät um. Wenn sie schon in Phase 2 sind, reden sie noch über ihr Produkt, als interessiere sich irgendjemand für die technischen Details. Wenn das Produkt längst Fashion geworden ist, reden sie noch über Features. Und anders herum gibt es die Dampfplauderer. Erzählen den Early Adoptern etwas von blühenden Landschaften und rosa Schleifchen.

In welcher Phase befinden Sie sich mit Ihrem Produkt? Was ist Ihren Kunden wichtig? Adressieren Sie sie richtig?

Präsident für einen Tag

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Überzeugend Präsentieren: Präsident für einen Tag

Einmal im Jahr gibt der amerikanische Präsident die sogenannte State of the Union Address: Eine Rede, in der er im Kapitol in Washington seine Einschätzung zur Lage des Landes vorträgt. Die letzte gab Präsident Obama Ende Januar. An der Veranstaltung nehmen alle teil, die im amerikanischen Politikbetrieb Rang und Namen haben: Der Vizepräsident, die Richter des Obersten Gerichtshofes, die Mitglieder des Kabinetts und der Generalstab. Die versammelte Mannschaft. Kaum auszudenken, was passieren würde, sollte ausgerechnet an diesem Tag ein Anschlag auf das Kapitol verübt werden. Amerika wäre komplett führungslos. Keiner mehr übrig. Klappe zu, Affe tot.

Einer muss überleben

Aus diesem Grund gibt es den “Designated Survivor”, den ausgewählten Überlebenden. Er wird unter den Mitgliedern des Kabinetts oder den Abgeordneten des Repräsentantenhauses ausgesucht. Entstanden ist das – wenig überraschend – während der Atomparanoia des Kalten Krieges. Sollte während der Ansprache im Kapitol irgendetwas passieren, das sowohl den Präsidenten, als auch den Vize-Präsidenten, den Sprecher des Repräsentantenhauses, den Präsident des Senats und alle anderen Mitglieder des Kabinetts (so die Reihenfolge der Amtsübernahme im Todesfall des Präsidenten) tötet, übernimmt der Designated Survivor die Führung des Landes.

Amateure…

Der Designated Survivor wird im Zeitfenster der Ansprache wie der Präsident behandelt: Er wird an einen sicheren Ort eskortiert und unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen bewacht. Er erhält den “nuklearen Football” – eine Aktentasche, die ihn dazu ermächtigt, Amerikas Atombomben zu zünden.

Auf diese Verantwortung wird er gründlich vorbereitet, würde der gesunde Menschenverstand sagen. Tatsache ist: wird er nicht. An einem Tag ist man Landwirtschaftsminister oder Gesundheitsministerin, am nächsten hat man die Macht, auf den großen roten Knopf zu drücken und große Teile der Menschheit auszulöschen.

Der Wahnsinn, oder?

Ja. Und nein. Denn mal ganz ehrlich. Jeder der Präsident wird, macht den Job zum ersten Mal. Und er ist erst dann Präsident mit allen Verantwortungen und Pflichten, ja, wenn er es eben ist – am Tag seiner Amtseinführung. Vorher darf er an keiner hochgeheimen Sitzung der inneren Sicherheit teilnehmen. Oder wird in die Abläufe im Fall der Fälle eingewiesen. Oder darf sich mit den nuklearen Zugangscodes auseinandersetzen.

Irgendwann ist immer das erste Mal

Alle sind Amateure, wenn sie etwas zum ersten Mal tun. Aber das ist noch lange kein Grund, eine Herausforderung nicht anzunehmen. Man sammelt Erfahrung, indem man es tut. Ob als Präsident oder bei etwas vergleichsweise banalem wie der ersten Präsentation vor einem 500-Personen-Publikum. In beiden Fällen kann man sich vorbereiten, aber ins kalte Wasser muss man trotzdem.

[Bild: NASA/Bill Ingalls]

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Visuelle Reizüberflutung auf der CeBIT

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Tim Themann schreibt im Blog Die Computermaler über seine Erfahrung auf der CeBit:

Ein typischer Messebesuch grenzt an visuelle Reizüberflutung; vielleicht bilde ich mir das aufgrund meiner Branchenzugehörigkeit nur ein, aber die CeBIT erscheint mir in dieser Hinsicht als besonders schlimm. Wer allerdings glaubt, das Visuelle würde gezielt im Sinne eines wirksamen Kommunikationsdesigns eingesetzt werden, täuscht sich leider.

[…]

Design und Aufbau des Messestandes werden in der Regel teuer bezahlten Spezialisten überlassen, das Erstellen von (Produkt-)Präsentationen – also einer der wesentlichen Aspekte der Kommunikation auf dem teuer erkauften Messestand – bleibt meist in den Händen von Menschen, die dafür nicht ausgebildet sind.

Das gilt im Prinzip für die gesamte Unternehmenskommunikation. Das Corporate Design wird teuer eingekauft, aber das Gesicht vieler Unternehmen sind die Mitarbeiter und deren Auftreten in Meetings, Präsentationen und sonstigen Kontaktpunkten mit Kunden, Partnern etc. Und die Mitarbeiter sind eben keine Kommunikationsprofis.

Wie der Erfahrungsbericht zeigt, reicht es bei weitem nicht aus, ein schickes Äußeres zu haben. Erklären müssen die Mitarbeiter. Begeistern müssen die Mitarbeiter. Insbesondere für B2B-Unternehmen ist das eine der naheliegendsten Methoden, Vertrauen zu bilden und Emotionen zu wecken.

Psst: Wir helfen übrigens gern.

Soll man Vorträge für Twitter optimieren?

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Wer heute auf öffentlichen Veranstaltungen präsentiert, muss damit rechnen, dass seine Worte nicht im Vortragsraum bleiben. Twitter und Co. sind selbstverständlich geworden. Viele Konferenzen ermutigen das Publikum dazu, indem sie ihr eigenes Hashtag definieren.

Für die Vortragenden ist das eine Chance, die Reichweite ihres Vortrags deutlich zu steigern. Jochen Mai gab neulich in der Karrierebibel Tipps, um diese Chance optimal zu nutzen, z.B. mit zugespitzten Botschaften, die in einen Tweet passen, oder mit provokanten Bildern, die zum Abfotografieren provozieren, immer versehen mit dem eigenen Twitterhandle, gewissermaßen die neuzeitliche Version des Firmenlogos.

Ich habe einen anderen Vorschlag.

Was würde passieren, wenn Sie sich auf das Publikum vor Ort konzentrieren und ihm einen Vortrag bieten, der so großartig ist, dass es gar nicht auf die Idee kommt zu twittern? Weil Sie das Publikum von der ersten Sekunde in Ihren Bann ziehen, so dass es Ihnen an den Lippen klebt. Weil Sie einen Draht zum Publikum aufbauen und die Zuhörer merken: »Hey, der meint ja mich«. Weil das Publikum viel zu sehr mit Ihren Ideen beschäftigt ist, als dass es an seine Smartphones denken könnte.

Verstehen Sie mich nicht falsch. Machen Sie Ihre Folien so großartig wie möglich, nutzen Sie Humor, provozieren Sie, kommen Sie auf den Punkt, formulieren Sie einprägsame Botschaften. Aber tun Sie es, um dem Publikum eine großartige Präsentation zu bieten, und nicht, um es zu überlisten, Ihre Botschaften zu twittern.

Allerdings: Wenn Sie es so angehen, dann würde es mich doch wundern, wenn das Publikum anschließend nicht über Ihre Präsentation spricht.