75% computergeneriert

01.09.2014, Autor: Michael Gerharz

Echt oder nicht? 75% der Bilder in IKEA-Katalogen sind inzwischen computergeneriert.

Die Bilder in IKEAs Katalogen sind zu 75% computergeneriert. Als diese Meldung letzte Woche durch die Medien ging, haben viele erst einmal geschluckt. Alles sieht so echt aus. Aber alles nur fake?

Warum überrascht uns das eigentlich? Weil IKEAs computergenerierte Katalogbilder „echter“ aussehen, als die meisten „echten“ Katalogbilder in anderen Möbelkatalogen. IKEA achtet seit jeher mit größter Sorgfalt darauf, dass die Bilder so aussehen, als kämen sie aus einer „echten“ Wohnung, als würde jemand tatsächlich in diesem Zimmer wohnen, um damit ein Gefühl auszulösen: „So könnte ich auch wohnen. So möchte ich auch wohnen.“

IKEAs Bilder sind dabei nicht „kunstvoll“ mit Glamour-Effekten in Szene gesetzt. So etwas mag Aufmerksamkeit erregen. Doch darauf zielt IKEA mit seinen Bildern nicht. Sie haben einen anderen Job. Sie sollen sagen: „Das ist mir vertraut“, „Hier fühle ich mich wohl“, „So stell ich mir meine Wohnung vor“.

Und darauf kommt es an. Den Betrachtern die Möglichkeit zu geben, sich selbst in dieser Welt zu sehen. Es ihnen so leicht wie möglich zu machen, IKEAs Möbel in ihre eigene Welt zu projizieren.

Offenbar ist es für IKEA inzwischen billiger, dieses Gefühl computergeneriert zu erzeugen, als im Fotostudio zu rekonstruieren (was auch nicht billig ist).


Tags:Computer Fotos Grafik IKEA Werbung


Die Schere im Kopf

25.08.2014, Autor: Anne Pustina

Der innere Bedenkenträger ist das Kryptonit unserer Kreativität. „Ach nee, das ist ja doch nicht so gut…“ oder „Dafür belächeln mich die Kollegen bestimmt“ oder „Das hat doch noch nie jemand so gemacht…“  

Sicherlich, Selbstkritik ist gesund. Sie sorgt dafür, dass wir über unsere Ideen reflektieren und sie von allen Seiten beleuchten. Aber achten Sie darauf, dass der innere Kritiker nicht zur Schere im Kopf wird. Denn: Ohne Risiko keine Belohnung. Oder glauben Sie ein Steve Jobs hat sich von der Schere im Kopf einschränken lassen? Ein Michael Jackson? Ein Mark Zuckerberg?

„Never change a running system“ ist Unsinn. Denn wenn wir uns nie trauen etwas zu verändern, können wir uns auch nie verbessern. Wir bleiben auf ewig auf demselben Stand. Festgefahren. Eingefroren.

Beim Präsentieren geht es darum, Aufmerksamkeit zu schaffen und im Gedächtnis zu bleiben. Ihre Präsentation wird sich niemals abheben, wenn Sie einfach nur alle Punkte auf dem „Das macht man eben so“-Vordruck abhaken.

Vielleicht brauchen Sie für Ihren nächsten Vortrag gar keine Folien, sondern ein Modell. Vielleicht verbildlichen Piktogramme Ihre Idee viel besser als ein Powerpoint-Schaubild. Vielleicht ziehen Sie Ihr Publikum viel schneller in Ihren Bann, wenn Sie, im Gegensatz zu allen anderen, mit einer Heldengeschichte einsteigen.

Trauen Sie sich?

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Das macht man so

18.08.2014, Autor: Michael Gerharz

„Das macht man so“ ist ein anderer Ausdruck für „Ich habe keine Lust, nach der besten Lösung zu suchen.“

„Das macht man so“ mag oft nützlich sein. Zum Beispiel um Fehler zu vermeiden, die andere vor mir schon gemacht haben. Oder um meine Aufmerksamkeit fern von unwichtigen Details zu halten und auf die wichtigen Dinge zu lenken. Oder um Routineaufgaben effizient zu erledigen.

Doch eines ist „Das macht man so“ nicht: Die Garantie für eine gute Lösung, geschweige denn die beste Lösung. Denn dafür muss ich den Autopilot ausschalten.

Nein, diesmal kein PowerPoint, wir bringen ein Modell mit. Nein, diesmal kein gedrucktes Handout vorab. Ja, ich bin fest überzeugt, dass wir die Präsentation statt mit der Firmenhistorie mit der Geschichte über unser Dubai-Projekt beginnen sollten.

Und ja, der Gegenwind ist Ihnen sicher. Fehler werden passieren. Die Vorbereitung wird länger dauern. Die Umsetzung wird anstrengender sein.

Aber das ist halt so.

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Sie dürfen

11.08.2014, Autor: Michael Gerharz

Fragen Sie nicht um Erlaubnis. Nicht Ihren Chef und nicht Ihre Kollegen. Die haben viel zu viel Angst. Und zu wenig Ahnung. Tun Sie’s. Werfen Sie das PowerPoint-Template weg. Streichen Sie die stupiden Aufzählungen. Berühren Sie uns. Machen Sie Ihre Präsentation zu einer bewegenden Geschichte. Drücken Sie den Finger tief in die Wunde. Holen Sie ein dickes Pflaster. Schicken Sie uns durch die Hölle. Trösten Sie uns. Machen Sie eine großartige Präsentation. Aber fragen Sie nicht um Erlaubnis.

Niemand würde die Ihnen geben. Stattdessen nichts als Ausreden: Das haben wir schon immer so gemacht. Die Leistungsdaten der Versuchsreihe in Schweden müssen auf jeden Fall mit auf die Folie. Nein, die Abteilung Schleifstoffe können wir nicht weglassen, die fühlen sich sonst auf die Füße getreten. Der Chef mag keine Bilder auf den Folien. Doch, doch, ich finde schon, dass wir die dreißig Daten der letzten Quartale auflisten sollten. Die wollen immer die Folien als Handout. Marketing hat aber gesagt, …

Bullshit. Wir brauchen mehr großartige Präsentationen und weniger Angsthasen. Und da ist es allemal besser, sich nachher für die großartige Präsentation zu entschuldigen, als es gar nicht erst zu versuchen, weil der Chef vorher schon „Nein“ gesagt hat.

Tun Sie das Richtige.

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Sei so nett?

04.08.2014, Autor: Anne Pustina

Mal ganz ehrlich: Wann haben Sie zuletzt in einer gähnend langweiligen Präsentation gesessen und am Ende doch höflich geklatscht? Wirklich verdient war der Beifall ja wohl nicht. Warum also? Mitleid? Gruppenzwang? Reine Erleichterung, dass es endlich vorbei ist?

Das mag höflich sein, aber das Problem dabei ist, dass der Vortragende die Konsequenzen seiner schlechten Präsentation nicht spürt. Er hat seinen Vortrag gehalten, alle haben geklatscht, vielleicht kam noch die ein oder andere Nachfrage. Fall erledigt. Feierabend.

Sein eigentliches Ziel aber, seine Botschaft in den Köpfen des Publikums zu verankern, wird er nicht oder nur sehr schwer überprüfen können. Ihm fehlt die direkte Rückkopplung. Hat die Entscheidung eines Kunden für oder gegen seine Firma an seinem Vortrag gelegen? Hat seine Präsentation dazu geführt, dass jetzt mehr Kollegen die neue Datenbank benutzen oder war es etwas anderes?

Ein Kompliment geht eben viel leichter von den Lippen als Kritik. Niemand will ein Buhmann sein. Wir beglückwünschen einen Kollegen gerne für eine tolle Präsentation. Eine schlechte schweigen wir lieber höflich tot. Und ein Kunde würde sich erst recht nicht die Zeit und Mühe machen, aus eigenem Antrieb konstruktives Feedback zu einem Vortrag zu geben, der ihn nicht überzeugt hat. Er meldet sich einfach nie wieder.

Nur Sie selbst als Vortragender sind der Ausweg aus diesem Dilemma. Seien Sie selbst der Antrieb. Warten Sie nicht auf andere. Ruhen Sie sich nicht auf dem Status Quo aus. Hinterfragen Sie. Und finden Sie heraus, wer Ihnen ehrlich die Meinung sagt.

Es liegt nur an Ihnen, eine großartige Präsentation abzuliefern!

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